Anlagen

Immer noch auf Anleihen vertrauen

Verfasst von MoneyController am 02.02.2021

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Dennoch dachten viele Marktbeobachter, dass die kurze Periode positiver Korrelation zwischen den Aktien- und Anleihemärkten zur Regel werden könnte. Chef-Anleihenstratege bei DPAM Peter De Coensel ist der Meinung, dass diese Schlussfolgerung definitiv widerlegt werden sollte. Auf diese Weise können Anleihen wieder die ihnen gebührende Rolle bei der Zusammensetzung eines Portfolios spielen.

Anleihen sind Schuldverschreibungen, die von Unternehmen, öffentlichen Institutionen oder Staaten auf dem Markt platziert werden. Sie werden typischerweise zur Finanzierung von Projekten eingesetzt. Sie haben eine Laufzeit, nach der der Emittent der Anleihe das Geld an denjenigen zurückgibt, der sie gekauft hat. Basierend auf der Laufzeit des Darlehens wird ein Zinssatz berechnet. Je länger die Anleihe läuft, desto höher ist der Zinssatz. Das Problem ist, dass das Thema ein bisschen komplizierter ist. Es gibt noch mindestens einen weiteren Aspekt zu berücksichtigen: Die Zinsentwicklung wirkt sich direkt auf die Zinssätze von Anleihen aus.

Anleihen machen derzeit eine schwere Zeit durch. Viele Marktbeobachter raten denjenigen, die auf der Jagd nach Rendite sind, von ihnen ab. Wie eingangs erwähnt, sind andere Beobachter hingegen davon überzeugt, dass auch die inverse Korrelation mit dem Aktienmarkt nicht mehr funktioniere. Basierend auf den Ergebnissen der Berechnungsmodelle seines Unternehmens bestreitet Peter De Coensel diese Schlussfolgerung entschieden: „Die negative Korrelation ist intakt.“

Wie Peter De Coensel schreibt: „Ohne die unmittelbare Bedrohung durch eine globale geldpolitische Straffung und ohne gleichzeitig hohen und anhaltenden Inflationsdruck in den Industrie-Volkswirtschaften werden wir nicht in ein neues Regime wechseln.“

Es wäre daher ein Fehler, die 60/40-Portfoliostrategie, d.h. ein stark durch die Anleihekomponente ausgeglichenes Aktienportfolio, als überholt anzusehen. In der Tat erwarten uns Momente der Volatilität und eines begrenzten Anstiegs der Zinssätze. Banken, die auf der Suche nach Rendite sind, könnten dies ausnutzen, indem sie das Transaktionsvolumen erhöhen und die Gebühren erhöhen. De Coensel schlägt vor: „Anleger sollten sich auf eine solide Portfoliokonstruktion konzentrieren und in ihr Engagement eine maximale Anzahl unabhängiger Elemente einbeziehen.“

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