Finanzmärkte / Wirtschaft

Felix Hufeld, Bafin: Es braucht strengere Regeln nach dem Wirecard-Skandal

Verfasst von MoneyController am 20.07.2020

Bafin-Chef Felix Hufeld wies die Vorwürfe zurück, dass die Aufsichtsbehörde nicht genug getan habe, um den Wirecard-Skandal zu verhindern. Darüber hinaus argumentierte er, dass die aus präventiver Sicht maßgeblichen Verantwortlichkeiten dem Gesetzgeber zugeschrieben werden sollten. Einerseits sagte er: „Der aufsichtsrechtliche Werkzeugkasten muss hier nachgeschärft werden“. Andererseits erinnerte er jedoch daran: „Wir erfüllen genau die Aufgaben, die uns der Gesetzgeber vorgibt – alles andere ist in einer Demokratie nicht zulässig“. Hufeld fordert mehr Wachsamkeit für Technologieunternehmen, zu denen er bemerkt: „Es gibt da aktuell zu viele Grauzonen“. Hufeld neigt allerdings wenig dazu, die Bafin nach dem Vorbild der SEC, der amerikanischen Aufsichtsbehörde, zu strukturieren, wobei er jedoch zugibt, dass es möglich ist, etwas davon zu lernen. In der Zwischenzeit gibt es diejenigen, die - wie der Frankfurter Marktexperte Jan Pieter Krahnen - vorgeschlagen haben, über eine europäische Aufsichtsbehörde nachzudenken, deren Interessen natürlich supranational sein sollten.

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