Wertbeständig

Gold vs. Bitcoin: Wie könnte der 'Wettstreit' weitergehen?

Verfasst von MoneyController am 04.05.2021

Einige Beobachter sind der Meinung, dass ein echter Wettstreit zwischen Gold und Bitcoin im Gange ist, wobei letzterer das gelbe Metall als "wertvolles" Investment ersetzen soll. Goldstratege bei Van Eck, Joe Foster - dessen Ansichten auch vom Branchenmagazin Fondsprofessionell aufgegriffen wurden - bietet interessante und versöhnliche Denkanstöße zu diesem Thema.

Es mag an der Volatilität von Gold in den letzten Monaten und dem ständig steigenden Wert von Bitcoin gelegen haben, Tatsache ist, dass viele Kommentatoren begonnen haben, diese beiden Anlagewerte zu vergleichen und sie als zwei Duellanten zu betrachten. Was sie vor allem verbindet, wäre der hohe innere Wert eines jeden, der sie zu wertvollen Wertreserven mache, auf die man für sein Portfolio nicht verzichten könne. Die Bitcoins hätten an dieser Stelle jedoch einen entscheidenden Vorteil: die Aussicht auf einen weiteren und exponentiellen Wertzuwachs.

Nun, es ist nicht zu leugnen, dass der Wert von Bitcoins exponentiell gestiegen ist. Gold seinerseits hat im letzten Jahr ebenfalls ein starkes Wachstum verzeichnet, aber nichts, was mit dem Anstieg des Bitcoins vergleichbar wäre. Dies hat viele Experten dazu veranlasst, Schlussfolgerungen zu ziehen, die vielleicht etwas zu voreilig sind, nämlich dass Bitcoin nichts anderes als das Gold der Zukunft sei. Schließlich werde er wie Gold "abgebaut" und sei ein Rohstoff, der dazu bestimmt ist, zur Neige zu gehen.

Dieser Vergleich kann jedoch irreführend sein. Wie Foster betont, ist es wahr, dass Bitcoin immer häufiger in institutionellen Portfolios zu finden ist und zunehmend an Akzeptanz gewinnt. Kurzum, Bitcoin wird von den meisten nicht mehr als "eine Modeerscheinung oder technische Kuriosität" angesehen. Dies ändere jedoch nichts an der Tatsache, dass es sich sozusagen noch um ein unreifes Investitionsgut handelt: Es seien noch viele Probleme zu lösen, Probleme, die die Austauschkanäle, die Sicherheit der Transaktionen und die institutionellen Debatten hinsichtlich der Regulierung betreffen.

Gold hingegen sei eine Quelle großer Sicherheit für Anleger: Es ist ein physischer Vermögenswert, der an einem Wert als solchen verankert ist und weniger den Marktschwankungen unterliegt, wovon er durchaus profitieren kann. Bitcoin hingegen leidet gerade unter der Tatsache, dass er kein materieller Vermögenswert ist und nicht an einem Wert an sich verankert ist. Aus diesem Grund wird er oft mit spekulativen Vermögenswerten in Verbindung gebracht, natürlich mit großem Wachstumspotenzial, aber auch dem Risiko eines abrupten Wertverlusts. Die Schlussfolgerungen, zu denen Foster kommt, sind interessant und können möglicherweise die Frage des "Wettstreits" zwischen Gold und Bitcoins lösen: Gold könnte als Stabilisator innerhalb von Kryptowährungs-Portfolios oder, besser, zukünftigen "Krypto-Fonds" verwendet werden.

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