Wertbeständig

Gold und Bitcoin im Vergleich

Verfasst von MoneyController am 15.06.2021

Bitcoin ist das Gold unserer Zeit. Viele Leser werden schon auf Sätze wie diesen gestoßen sein. Obwohl es einige Gründe gibt, die darauf hindeuten könnten, dass die Funktion der Kryptowährung mit der vergleichbar ist, die das Edelmetall in der Vergangenheit hatte (und immer noch hat), ist dies für Marko Mähner, Geschäftsführer der GranValora GmbH & Co. KG, nicht der Fall. Das schrieb er in einem Artikel, der auf Cash.online erschienen ist.

Die Gemeinsamkeiten von Gold und Bitcoin

Laut Mähner gibt es mindestens zwei Gemeinsamkeiten, die Gold und Bitcoins miteinander verbinden. Beide eint der Begriff „schürfen“, ein Wort, das in beiden Fällen die Verarbeitung bezeichnet, die zum Produkt führt. Es handelt sich vor allem um zwei Vermögenswerte, die nur begrenzt verfügbar sind. Weltweit gibt es schätzungsweise 60.000 Tonnen Gold, die weltweit noch abgebaut werden können, und ebenso etwa 2 Millionen Bitcoins. Die zweite Gemeinsamkeit besteht darin, dass diese begrenzte Verfügbarkeit mit einem hohen Aufwand an Ressourcen für die Gewinnung einhergeht.

Die Unterschiede zwischen Gold und Bitcoin

Wie Mähner sehr gut erklärt, liegt der zentrale Unterschied jedoch darin, dass bisher nur Gold seine werterhaltende Rolle tatsächlich erfüllt hat. Es ist beeindruckend festzustellen, dass Gold seinen Kaufwert von der Zeit der Babylonier bis heute nahezu unverändert beibehalten hat. Der viel jüngere Bitcoin hingegen hat sich ganz anders verhalten: Seine Schwankungen waren zu zahlreich und zu plötzlich, als dass man der Kryptowährung wirklich die Rolle eines Wertspeichers zuweisen könnte. Zum Beispiel verlor die Kryptowährung nach einem exponentiellen Wachstum im April in kurzer Zeit bis zu 53 % ihres Wertes. Auch der Goldpreis hat Schwankungen erlebt, allerdings weniger abrupte. Darüber hinaus hat sich das gelbe Metall wie ein typischer "sicherer Hafen" für Investitionen verhalten. Tatsächlich stieg der Goldpreis angesichts eines durch die Pandemiekrise herausgeforderten Marktes stetig; nach der Rallye am Aktienmarkt fiel er dann zurück; schließlich begann er angesichts der in den letzten Monaten verzeichneten Inflation wieder zu steigen.

Darüber hinaus ist Gold ein universell akzeptiertes Zahlungsmittel. Der Kampf, den Bitcoin führt, um als Zahlungsmittel anerkannt zu werden, hat dagegen gerade erst begonnen. Es gibt immer noch sehr wenige Unternehmen und Einzelpersonen, die Geschäfte über Bitcoin tätigen, und es hilft sicherlich nicht, dass die Kryptowährung in der Welt des illegalen Handels beliebt ist. Auch die Tatsache, dass viele Zentralbanken große Mengen an Gold halten, legitimiert nicht nur die Verwendung des gelben Metalls als Zahlungsmittel, sondern steht auch als Garantie für dessen Liquidität. Bitcoin hingegen wird von den Zentralbanken als Konkurrent zu ihrer Währungsautorität und als ein Instrument gesehen, das die Geldwäsche fördern kann. Es ist daher möglich, dass die Zentralbanken in Zukunft noch härtere Maßnahmen gegen Bitcoin ergreifen, um ihm entgegenzuwirken und seine Liquidität zu reduzieren.

Schließlich, Bitcoin ist nicht die einzige im Umlauf befindliche Kryptowährung. Das Portal coinmarketcap.com listet 8.400 davon auf. Der Wettbewerb, dem sich Bitcoin in naher Zukunft wird stellen müssen, ist nicht vergleichbar mit dem, was mit Gold passieren könnte.

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