Wertbeständig

Den Deutschen, vor allem der jüngeren Generation, gefällt Gold immer mehr

Verfasst von MoneyController am 07.05.2021

Die jüngere Generation wird zunehmend vertrauter mit Finanzinvestitionen. Doch nicht nur die Börse mit ihren Aktien und Spekulationen mit Kryptowährungen ziehen die jüngere Generation an, sondern auch ein viel traditionelleres Investment: Gold.

In einem in der Zeitung "Die Welt" erschienenen Artikel berichtet Frank Stocker über zwei sehr aussagekräftige Daten. Die erste wurde von"Aktion pro Aktie", einem Zusammenschluss mehrerer Online-Broker, zur Verfügung gestellt und ist durchaus überraschend: Innerhalb von drei Jahren ist der Anteil der Deutschen unter 25 Jahren, die Aktien besitzen, von 26 auf 39 Prozent gestiegen. Natürlich handele es sich in vielen Fällen - merkt Stocker an - um Investitionen, die zur Spekulation neigen, beispielsweise im Zusammenhang mit Kryptowährungen. Es gibt jedoch noch weitere ebenso interessante Daten, die diesmal eine Studie der Reisebank und des CFin - Research Center for Financial Services der Steinbeis-Hochschule Berlin liefert: Während der Krise kauften 23,3 % der unter 25-Jährigen Gold, im Vergleich zu 15,6 % der restlichen Bevölkerung.

Jens Kleine, der Professor an der Steinbeis-Hochschule Berlin, der die Studie erstellt hat, war über dieses Ergebnis erstaunt und stellte folgende Hypothese auf: Auch die jüngere Generation hat begonnen, Gold wegen seines Wertes als sichere Anlage zu betrachten, was auf den inneren Wert des gelben Metalls an sich zurückzuführen ist, der es nahezu immun gegen Inflation macht. Jüngere Menschen haben auch mehr in mit Gold verbundene Finanzprodukte (z.B. ETFs) investiert, obwohl sie im Durchschnitt insgesamt weniger Geld angelegt haben als ältere Menschen. Das ist leicht zu erklären: Es liegt daran, dass die jüngere Generation weniger verfügbares Einkommen hat.

Hinzu kommen zwei weitere interessante Feststellungen. Die erste ist, dass junge Leute dazu neigen, Gold auf traditionelle Art und Weise zu kaufen, d.h. indem sie zur Bank gehen. Die zweite ist, dass sie im Gegensatz zu älteren Generationen viel mehr darauf achten, woher ihr Gold in Bezug auf die Nachhaltigkeit ihrer Investitionen kommt.

Die Studie zeigt aber auch, wie das Interesse der Deutschen an Gold im vergangenen Jahr generell gestiegen ist: Von 8.918 Tonnen im Jahr 2019 ist es auf aktuell 9.089 Tonnen gestiegen, was 5% der gesamten Goldreserven entspricht. Insbesondere die Menge an Goldbarren und -münzen hat zugenommen, während die Menge an Gold, die auf Schmuck entfällt, leicht zurückgegangen ist. Schließlich kann man in der Studie auch die Gründe nachlesen, die die Deutschen dazu veranlasst haben, ihre Investitionen in Gold zu erhöhen. 44% bzw. 33% besitzen Gold als Wertaufbewahrungsmittel bzw. als Schutz vor Inflation; 30% bzw. 23% schätzen es wegen seines realen Wertes, bzw. als mögliche Hilfe im Falle einer Währungsreform; ein Drittel der an der Untersuchung Beteiligten gab an, Gold unter anderem aus ästhetischen Gründen gekauft zu haben, während nur 18% dies taten, weil sie glauben, mit einem Preisanstieg Geld verdienen zu können.

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