Finanzmärkte / Wirtschaft

Die Geldpolitik treibt den Aktienmarkt an

Verfasst von MoneyController am 09.04.2021

Nach dem Sprung des DAX über die 15.000-Punkte-Marke, zögern die deutschen Anleger in den letzten Stunden ein wenig. Ein neues Rekordhoch von 15.300 Punkten ist aber bereits in Sicht.

Die 15.200 Punkte markieren den Bereich, in dem der DAX 30 in diesen Stunden pendelt. Aber ein neues Hoch ist keineswegs außer Reichweite. In den letzten beiden Tagen haben die Anleger gute Nachrichten über die weitere Bereitstellung von Liquidität an den Märkten durch die Zentralbanken erhalten. Wie Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst bei Ava-Trade, gegenüber der Süddeutschen Zeitung sagte, gehe aus dem jüngsten Statement der Federal Reserve hervor, dass keine übereilten Entscheidungen getroffen werden sollen. Die EZB versicherte den Anlegern in der Sitzung am Mittwoch außerdem, dass sie zwar eine flexible Strategie für mögliche wirtschaftliche Veränderungen verfolge, die geldpolitischen Ziele aber unverändert bleiben werden. Mit anderen Worten: Eine Lockerung der Geldpolitik ist nicht in Sicht.

Warum also steuert der deutsche Aktienmarkt jetzt nicht geradewegs auf sein nächstes neues Rekordhoch zu? Der Grund dafür ist, dass immer noch einige Unsicherheiten über die Geschwindigkeit der wirtschaftlichen Erholung bestehen, von den Lockdowns, die niemals zu enden scheinen, bis hin zum Chaos, das durch die Debatte über den Astra-Zeneca-Impfstoff verursacht wurde, die die Impfkampagne erheblich verlangsamt hat.

Derweil hält im DAX der Druck auf den Halbleiterhersteller Infineon wegen der Übernahme seines US-Konkurrenten Cypress weiter an. Das deutsche Unternehmen hat 1,3 Milliarden Euro an der Börse aufgenommen, um die für die Akquisition notwendigen zusätzlich aufgenommenen Bankkredite abzulösen. Gerresheimer hingegen scheint sich langsam zu erholen, nachdem die Zahlen des ersten Quartals am Mittwoch die Aktie schwer belastet hatten. Der niederländische Telekommunikationsriese KNP steht unterdessen unter Druck, im Anschluss an den Infrastrukturplan, der eine Abdeckung von 80% der Niederlande mit Glasfaser vorsieht, aufgrund dessen ein Übernahmeangebot über 15 Milliarden Euro von der US-amerikanischen Stonepeak Infrastructure Partners und der schwedischen EQT im Gespräch ist.

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