Investmentfonds

Investmentfonds: Vorsicht bei garantiertem Kapital

Verfasst von MoneyController am 04.11.2021

Das Bedürfnis nach Sicherheit, das jeder von uns im Alltag hat, lässt sich auf vielfältige Weise in die Praxis umsetzen. Eine davon, die jedoch speziell Investitionen betrifft, ist die Nachfrage nach einer Kapitalgarantie. Wie Andreas Görler von Pruschke & Kalm - dessen Meinung in einem Artikel in FONDS professionell aufgegriffen wurde - schreibt, sollte man aber ausgerechnet vorsichtig sein bei Produkten, wo "Garantie" draufsteht, insbesondere wenn man sich für eine Investition in einen Investmentfonds entscheidet. Wir wollen sehen, warum.

Das Bedürfnis nach Sicherheit und Garantiefonds

Es ist kein Geheimnis, dass die Krise von 2008 die Finanzwelt in Verruf gebracht hat. Viele Sparer wollen daher in erster Linie böse Überraschungen vermeiden. Deutsche Investoren sind da keine Ausnahme. Aus diesem Grund entscheiden sie sich, wenn sie Risiken vermeiden wollen, hauptsächlich für Lebens- und Rentenversicherungen. Diese Art von Produkten wird unter dem Gesichtspunkt der Renditesicherheit am häufigsten nachgefragt, da sie eine vorgegebene Laufzeit und einen festen Rückkaufspreis haben. Die Argumentation ist einleuchtend, da die Nachfrage nach diesen Produkten seit 2008 gestiegen ist, wie Görler hervorhebt. Der Finanzexperte fügt jedoch Folgendes hinzu: „Den Privatanlegern ist wahrscheinlich bis heute nicht klar, dass solche Fonds, je nach Zinsniveau, zu 80 bis 95 Prozent aus sogenannten Null-Kupon-Anleihen bestehen“.

Garantiefonds, das heisst „Zero Bonds“

Die Besonderheit dieser „Zero Bonds“, also Nullkuponanleihen, besteht darin, dass die Zeichnung keine Zahlung laufender Zinsen vorsieht. Ihre Rendite ergibt sich aus einer einfachen Subtraktion: Fälligkeitsbetrag abzüglich des Ausgabepreises. Nur ein Anteil von 5 bis 20 % des Fonds wird dagegen in den Aktiensektor investiert, was - wie Görler weiter schreibt – zumeist mit Optionen auf Indizes geschieht. Doch ob diese Fonds auf Aktienindizes, auf Rohstoffe oder einen internationalen Aktienkorb abzielten, spielte fast keine Rolle. Da diese Wertpapiere direkt mit den Zinsen korrelierten, stiegen ihre Kurse seit 2008 stetig an. Aber wie kann man davon profitieren, wenn beim vorzeitigen Verkauf immer eine zusätzliche Gebühr erhoben wurde?

Alternativen zu Rentenfonds

Görler kritisiert nicht so sehr die Garantiefonds, sondern deren Zusammensetzung. Görler spricht über die Effektivität von langlaufenden Rentenfonds in Kombination mit Geldmarktfonds: Sie waren genauso effektiv, aber billiger. Aber lassen Sie uns über die Phase zwischen 2008 und 2015 sprechen. Mit Blick auf eine anstehende Zinsanhebung ist es nach Ansicht von Görler wahrscheinlich besser, Rentenfonds zu meiden und auf klassische Investmentfonds zu setzen, insbesondere in Kombination mit ETF-Indexfonds. Der Grund? Gerade mit diesen Produkten ist es möglich, seine eigenen Ziele, wie Liquidität, Sicherheit oder Rendite, umzusetzen.

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