Investmentfonds

Nachhaltigkeit: Auch kleine Fonds können etwas bewirken

Verfasst von MoneyController am 20.07.2021

Nicht nur große Fonds, sondern auch kleine können etwas für die Nachhaltigkeit tun. Ein Artikel in der Fachzeitschrift Fondsprofessionell berichtet über die Initiative von Christoph Klein, Geschäftsführer von ESG Portfolio Management.

Eine Möglichkeit, wie die Finanzwirtschaft nachhaltigere Wirtschaftsformen fördern kann, besteht nicht nur in der direkten Finanzierung "grüner" Projekte: Ein Investor/Finanzdienstleister kann auch aktiv mit dem Management in Dialog treten und Verbesserungen in Richtung besserer Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells vorschlagen oder sogar einfordern. Schließlich bedeutet der Kauf von Aktien eines Unternehmens, Aktionär zu werden und in manchen Fällen direkten Einfluss auf Managemententscheidungen nehmen zu können. Dies gilt jedoch nicht nur für größere Fonds.

Klein's ESG Portfolio Management verwaltet zwei Fonds mit einem Gesamtvolumen von 32 Millionen Euro. Mit diesen engagiert er sich aktiv in genau dieser Richtung. Klein war Initiator einer Initiative, die das Geschäftsmodell eines Unternehmens wie Kellogg Co. infrage stellte. Konkret bemerkte Klein in den Regalen der US-Supermärkte eine Einweg-Packung für Cornflakes, in die man einfach Milch schüttete, den Inhalt konsumierte und sie dann wegwarf.

Seine persönliche Nachfrage hatte ihr Ziel nicht erreicht, aber mit Hilfe der UN-Plattform, die sich den Principles for Responsible Investment (PRI) widmet, gelang es Klein, eine Initiative ins Leben zu rufen; respektive einen an Kellogg gerichteten Brief, der von einer beträchtlichen Anzahl von Asset Managern mit einem verwalteten Vermögen von insgesamt 60 Milliarden Dollar geteilt und unterzeichnet wurde. Angesichts einer solchen Mobilisierung beschloss Kellogg, einen möglichen Kurswechsel in Richtung eines geringeren Plastikverbrauchsin Betracht zu ziehen.

Nun, es geht Klein, wie er behauptet, bei der Verfolgung dieses Ziels keineswegs darum, ein Unternehmen abzustrafen. Vielmehr gehe es darum, ein alternatives, nachhaltiges Entwicklungsmodell zu schaffen. Natürlich, so argumentiert auch der Manager, müsse es ein Modell sein, das für alle Beteiligten von Vorteil sei: Für das Unternehmen, die Investoren und den Fonds. Kurzum: ein sogenanntes "Triple-Win"-Modell. Interessant ist, dass Klein in seinem Projekt mit Kellogg zum Beispiel auch Experten für alternative Verpackungen hinzugezogen hat, die dem Management des Unternehmens Strategien zur generellen Reduktion von Plastikverpackungen und -verbrauch präsentierten.

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