Investmentfonds

Fonds schlecht in Europa, Rekord für Geldmarkt

Verfasst von MoneyController am 22.11.2022

In Europa sind die Nettomittelzuflüsse in langfristige Investmentfonds enttäuschend (sowohl für Aktien- als auch für Rentenanlagen): Im Oktober beliefen sich die Abflüsse auf 49 Milliarden Euro, nachdem im September (dem schlimmsten Monat seit Ausbruch der Pandemie) 66 Milliarden Euro abgeflossen waren. Die Daten stammen von Morningstar und wurden in einem Artikel von Valerio Baselli vorgestellt. Geldmarktfonds - die Morningstar von langfristigen Investmentfonds trennt - verzeichneten dagegen ganz andere Ergebnisse: +146 Milliarden Euro an Nettozuflüssen.

Enttäuschende Ergebnisse für in Europa domizilierte Aktien- und Rentenfonds

Am schlimmsten waren die Abflüsse bei den Rentenfonds, die im Oktober knapp über 20 Milliarden Euro verloren. Aktienfonds verzeichneten Nettoabflüsse in Höhe von knapp 12 Milliarden Euro. Die mit den Fonds verbundenen Anleihekategorien, die Abflüsse verzeichneten, waren die folgenden: in Euro notierte sehr kurzfristige und flexible Anleihen, globale Schwellenländer und in Dollar notierte Hochzinsanleihen. Im Gegensatz dazu waren die größten Abflüsse innerhalb des Aktienmarktes wie folgt: Large-Cap Japan, globale Schwellenländer, globale Large-Cap-Wachstumsaktien.  

Rezession, Inflation und Energieschocks drücken auf die Stimmung der Anleger

Natürlich darf nicht vergessen werden, dass es den Rentenfonds im vergangenen Monat gelungen war, Kapital anzuziehen. Offensichtlich haben jedoch, wie der Mornignstar-Artikel ebenfalls feststellt, die Unsicherheiten im Zusammenhang mit Rezessionsängsten, Inflation und dem Energieschock die Stimmung der Anleger auf den Boden gedrückt. Baselli weist jedoch darauf hin, dass die organische Wachstumsrate von -0,76% bei den Aktienstrategien die Ergebnisse bei weitem nicht so dramatisch macht, wie sie erscheinen mögen. Dennoch ist nicht zu leugnen, dass 2022 das schlechteste Jahr in Bezug auf die Mittelzuflüsse für Aktienstrategie-Investmentfonds zu werden droht.

Rekordergebnisse des Geldmarktes

Im Gegensatz dazu sehen die Ergebnisse für Geldmarktfonds mit einer organischen Wachstumsrate von 10,3% ganz anders aus. Dies ist auf das historische Ergebnis der monatlichen Zuflüsse von 146 Milliarden Euro im letzten Monat zurückzuführen. Ein wahrer Rekord. Eine vergleichbare Zahl, wenn auch nicht so hoch, findet man, wenn man bis Anfang 2008 zurückgeht, als sich die Zuflüsse im Januar auf 84 Milliarden Euro beliefen.

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