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Focus zeigt die Aktien, die 2020 am besten und am schlechtesten abgeschnitten haben

Verfasst von MoneyController am 09.01.2021

2020 war ein Jahr, das man nicht so schnell vergessen wird. Selbst die Börse wird es schwer haben, ein solch seltsames Jahr zu vergessen. Auf die schreckliche Krise im März folgte bekanntlich eine der unglaublichsten Erholungen an den Märkten. Die Aktienrally hat dazu geführt, dass viele Indizes Rekorde gebrochen haben. Und wir reden hier nicht nur von der Nasdaq: Auch der DAX 30 schloss gestern mit einem Allzeithoch: über 14.000 Punkte. Aber gehen wir für einen Moment zurück ins Jahr 2020 und betrachten - wie das Magazin Focus es getan hat - die Aktien, die im Jahr 2020 am besten und am schlechtesten abgeschnitten haben.

Die schlechtesten Aktien

Fangen wir mit den Flops an. Die Aktie, die den spektakulärsten Einbruch erlitten hat, war zweifelsohne Wirecard, deren Wert sich innerhalb weniger Tage in Luft auflöste: -99,7%. Grund war die Entdeckung, dass der Jahresabschlüsse gefälscht waren und das Unternehmen sich in einem Zustand der Insolvenz befand. Auch das Reisebüro TUI geriet - in diesem Fall verständlicherweise - in eine schwere Krise: -54,5%. Andere Unternehmen aus der Reise- und Tourismusbranche hatten spürbare, aber nicht so starke Verluste: Lufthansaverzeichnete -34,1% und Fraport -34,9%. Der Kurs des britischen Kreuzfahrtriesen Carnival sank um fast 65% und der des Flugzeugherstellers Bombardier um 63%. Air Canada, American Airlines und Mitsubishi verloren die Hälfte ihres Wertes.

Weitere wirklich bemerkenswerte Verluste verzeichneten die spanische Kreditgruppe Banco de Sabadell (-65%) und der englische Softwareentwickler Micro Focus International (-62%). Auch Borussia Dortmund litt mit -38,2%, Hugo Boss mit -36,9%, Metro mit -35,9%, Bayer mit -33,9% und schließlich Thyssenkrupp mit -32,5%. Überraschenderweise schnitten auch die niederländische Bank ABN Amro(-51%), der Versicherungskonzern AIB (-46,3%) und die spanische Telefonica (-46,2%) schlecht ab.

Die besten Aktien

Kommen wir nun zu den Top-Aktien. An erster Stelle konnte nur ein Pharmaunternehmen stehen: Novavax hat seit Jahresbeginn 2.600% zugelegt. Nach Novavax kommt Tesla und das Universum der damit verbundenen Unternehmen: Wenn das Unternehmen von Elon Musk 613% zulegte, so stieg das im SDAX notierte und mit Tesla verbundene Unternehmen Westwing um 831%. Die Aktien vieler Internet-Unternehmen, vor allem Lieferdienste und E-Commerce, verzeichneten enorme Kurssteigerungen:Home24 +358%, Shop Apotheke +240%, Hellofresh +238% und Zalando+101%. Das im DAX notierte Unternehmen Infineon legte um 54,6% zu.

Auch international dominierten Technologieunternehmen: Twilio(Softwareanbieter) +221%, Snap Inc. (Social Media) +192%, Zillow (US-Immobilienplattform) +180%, Mercado Libreaus Argentinien +157%oderWix.com (bietet IT-Dienstleistungen an) +90,7%. Dann gibt es, etwas überraschend, folgende Unternehmen: Siemens Gamesa (Windenergie) +185%, Adyen (Finanzdienstleister) +162%, Fortescue Metals (Bergbauunternehmen) + 115% und Nippon Paint (Chemieunternehmen) +90%.

Waren die Verluste in diesem Jahr zum Teil fast unglaublich, so haben selbst die Gewinne vieler Unternehmen etwas schwer Vorstellbares. Vor allem, wenn man dachte, dass der größte Preisanstieg - alles in allem relativ gering im Vergleich zu den anderen - der des iPhone-Hersteller Apple oder Amazongewesen wäre, die 70% bzw. 62% zulegten.

 

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