Staatsanleihen und Zinsen

Eine Flut von Anleihen mit negativen Zinssätzen

Verfasst von MoneyController am 07.08.2020

Am 29. August 2019 erreichte das Gesamtvolumen der an den Finanzmärkten gehandelten Negativzinsanleihen einen Rekordwert von 17 Billionen US-Dollar. Heute sind es „nur“ 15,8 Billionen. Das Wachstum ist jedoch beispiellos: Seit Mitte März, als sich das Gesamtvolumen auf 7,7 Billionen belief, hat es sich mehr als verdoppelt. Wie hoch ist dagegen der Betrag an Bundesanleihen mit einem positiven Zinssatz? Die Antwort ist einfach: Null. Zweifellos beträgt die Rendite eines Richtwertes wie der 10-jährigen Bundesanleihe -0,52% und ist damit immer noch weit entfernt von -0,9% im März, aber eben noch negativ. Damit leistet auch Deutschland seinen Beitrag. Unternehmen haben in den letzten Monaten 561 Milliarden Euro mit negativer Rendite platziert, während das Volumen im April praktisch bei Null war. Aber was treibt die Anleiherenditen so ins Negative? Die Europäische Zentralbank. Die Maßnahmen gegen die Pandemie sowie eine solide Stabilitätsgarantie für die europäische Wirtschaft, führen dazu, dass viele Staatsanleihen in den negativen Bereich gelangen (zum Beispiel sogar italienische zweijährige Schuldtitel). Sicher, dies veranlasst viele Anleger, anderswo nach ihren Renditen zu suchen und auf ETFs oder risikoreichere Schuldtitel zu setzen.

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