Fintech

Investitionen in Fintech und Prävention von Cyberkriminalität

Verfasst von MoneyController am 23.06.2021

Wenn sich das Geschäftsleben immer mehr ins Internet verlagert, dann ist es nur natürlich, dass auch die Kriminalität ihre Chance sieht, in diesem Bereich reich zu werden. Es wird daher immer notwendiger, sich gegen die Gefahren von Cyber-Attacken zu wappnen. Entwicklungen bei Datenschutzsystemen und Fintech können interessante Investitionsmöglichkeiten bieten. Patrick Lemmens, Portfolio Manager bei Robeco FinTech, hat sich eingehend mit diesem Thema beschäftigt und einen Artikel im Magazin Cash.online veröffentlicht.

Lemmens liefert wichtige Daten, um eine ebenso wichtige Tatsache zu verdeutlichen: Im Zuge der rasant fortschreitenden Digitalisierung verlagert sich die Kriminalität mit der gleichen Schnelligkeit ins Internet. Der Thinktank Center for Strategic and International Studies (CSIS) und der Cyber-Sicherheitsspezialist McAfee schätzen, dass sich die finanziellen Verluste aufgrund von Cyber-Diebstahl im Jahr 2020 auf 945 Milliarden Dollar belaufen. Gleichzeitig sind auch die Ausgaben für Cyber-Sicherheit auf circa 145 Millionen Dollar gestiegen. Damit haben die Gesamtkosten der Cyber-Kriminalität weltweit rund 1,1 Billionen Dollar erreicht, was 1,3 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung entspricht.

Die Begehung von Straftaten im Internet nimmt  immer mehr zu, zum einen, weil diejenigen, die es tun, kaum Risiken eingehen, und zum anderen natürlich, weil die Tendenz bei immer mehr Wirtschaftsakteuren darin besteht, ihre Aktivitäten ins Internet zu verlagern. Viele dieser Unternehmen sind sich der Risiken der Netzkriminalität bewusst und geben deshalb immer mehr Geld aus, um sich vor möglichen Cyber-Angriffen zu schützen. Für 2021 prognostiziert eine Studie des Analyseunternehmens Canalys daher einen Anstieg der Ausgaben in diesem Bereich zwischen 6,6 % und 10 %.

Aus Investorensicht ist die Cyber-Sicherheit ein sehr wichtiger Aspekt, den es zu beachten gilt. Lemmens erinnert daran, dass es einen Faktor gibt, der bei Investitionen in ein Unternehmen, das von Cyber-Angriffen bedroht ist, immer berücksichtigt werden sollte: Die Einschätzung, wie gut es gegen Cyber-Kriminalität gerüstet ist, gehört zu den Nachhaltigkeitsindikatoren seines Geschäfts. Der Fintech-Sektor ist in dieser Hinsicht sicherlich einer der fortschrittlichsten. Obwohl es nicht so einfach ist, die aussichtsreichsten Unternehmen, auch aus Aktiensicht, zu identifizieren (die Kurse entsprechen nicht immer dem tatsächlichen Wert des Unternehmens), fordert Lemmens die Investoren auf, trotzdem mit der Recherche zu beginnen. Insbesondere rät er ihnen, sich auf die Unternehmen zu konzentrieren, die sich verstärkt für die Bereitstellung von Dienstleistungen wie Bezahlschutz engagieren oder sich mit Geldsicherungssystemen beschäftigen. Für den Experten ist dies eine wichtige Komponente zur Ergänzung des eigenen Anlageportfolios.

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