Vermögensverwaltung

Finanzguru Uwe Lang im Gespräch mit der ARD

Verfasst von MoneyController am 25.06.2020

Selbst für Uwe Lang, definiert als „Börsenpfarrer“, war die Coronavirus-Krise unvorhersehbar. Dies bedeutet nicht, dass es selbst in einer solchen Situation nicht möglich wäre, etwas zu tun, zum Beispiel Verluste zu begrenzen. In einem Interview mit der ARD wies er darauf hin, dass es beispielsweise ein Fehler sei, aus dem Markt im schwierigsten Moment auszusteigen. Viele verkauften ihre Aktien zu sehr niedrigen Preisen und bedauerten es dann: Wenn sie im Markt geblieben wären, hätten sie dank der Erholung der Märkte in den letzten Wochen diese Verluste teilweise wieder aufgeholt.


Für Lang ist das Finanzwesen derzeit optimistischer als die Realwirtschaft. Er erwartet eine „U“-förmige Erholung (anstelle der auf den Finanzmärkten erhofften „V“-förmigen) und überlässt den Kauf von Technologiewerten anderen, da er sie für überbewertet hält. Im Gegenteil, er bevorzugt Aktien, die unter ihrem Buchwert notieren (Deutsche Bank, Hornbach und Aurubis). Sein Rat? Abwarten. Die Börsen werden im Sommer höchstens langsamsteigen und die echte Erholung wird ab Anfang November einsetzen. An diesem Punkt wird es möglich sein zu sehen, ob die Maßnahmen der Zentralbanken funktioniert haben und ob sich die Wirtschaft vollständig erholen wird.


Eine Kuriosität, bzw. die Meinung, die der Experte zu ESG-Investitionen äußert: Er glaubt nicht sehr daran, da es schwierig sei, eine klare Linie zu ziehen zwischen Ethischemund Nicht-Ethischem. Zum Schluss noch ein letzter Tipp. Angesichts der Tatsache, dass Lang das Risiko einer Deflation für größer hält als das für eine Inflation, ist es angebracht, sobald der wirtschaftliche und finanzielle Verlauf sein normales Tempo wieder aufgenommen hat, ausdem Gold auszusteigen.

 

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