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Finanzen: Was der Gen Y wirklich wichtig ist - die Studie des Fintech-Unternehmens Anyfin

Verfasst von MoneyController am 19.03.2021

Das FinTech-Unternehmen Anyfin hat eine Studie über das Verhältnis junger Deutscher zum Thema Geld durchgeführt (1.000 Befragte zwischen 18 und 45 Jahren) und sich dabei insbesondere auf die sogenannte Generation Y, also die zwischen 1980 und 1999 Geborenen, konzentriert. Schauen wir uns die interessantesten Ergebnisse an.

Es zeigte sich zum Beispiel, dass junge Deutsche im Durchschnitt weniger an finanzieller Stabilität interessiert sind und lieber für einen Lebensstil und Konsum sorgen, der sie zufriedener macht. Viele Ausgaben werden auf Kredit oder, noch häufiger, mit Ratenzahlung getätigt. Anyfin setzt genau auf diese Verhaltensweisen: Das schwedische Unternehmen hat eine App entwickelt, die über die Partnerbank Al die Möglichkeit bietet, Kredite zu refinanzieren, um deren Konditionen zu verbessern.

Generell ergab die Studie, dass sich junge Deutsche in einer prekäreren finanziellen Situation befinden als ihre Eltern und dass sie sich dessen bewusst sind. 31% glauben, dass sie eine schlechtere finanzielle Situation haben als der Durchschnitt der Bevölkerung. Eine der beeindruckendsten Zahlen ist, dass 25% der Befragten Schwierigkeiten haben würden, Kosten von mehr als 250 € zu tragen, eine Zahl, die auf 38% ansteigt bei den unter 25-Jährigen. 68% sagen, dass sie maximal eine ungeplante Ausgabe von bis zu 1.000 € verkraften könnten.

Ab dem 26. Lebensjahr steigt bei 75% das Bewusstsein für die eigenen Finanzen an. 46% der jungen Deutschen sprechen mit Freunden und Familie sehr offen über Geld, was Anyfin recht überraschend findet. Interessant ist auch die Bedeutung, die junge Deutsche dem Geld beimessen: 66% der Befragten verbinden es mit Unabhängigkeit und Freiheit; immerhin 65% sehen es aber auch als Möglichkeit, sich in verschiedenen Lebensbereichen zu verwirklichen; bemerkenswerte 49% sehen es auch einfach nur als Mittel zum Zweck.

Doch wie wollen die jungen Deutschen ihr Geld einsetzen? 40% nutzen es, um ihre Wohnung einzurichten und Möbel zu kaufen. Überraschenderweise taucht unter den unnötigen Konsumgütern immer häufiger das Auto auf, während elektronisches Zubehör als immer wichtiger erachtet wird. Dann gibt es noch einen weiteren Teil ihres Budgets, nämlich 40%, der, so könnte man sagen, dem sozialen Leben gewidmet ist, insbesondere mit Familie und Freunden. Bei den 18- bis 26-Jährigen steigt dieser Anteil auf 46%. Die Hälfte der Befragten und mehr als die Hälfte unter den Jüngsten hätte gerne mehr Geld, vor allem für Reisen.

Schließlich ist noch anzumerken, dass 48% der Befragten ihre Einkäufe oder Ratenzahlungen in den letzten sechs Monaten per Kreditkarte tätigten, während 21% einen Überziehungskredit beanspruchten.

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