Finanzberatung

Für eine hybride, zukunftsorientierte Finanzberatung

Verfasst von MoneyController am 27.10.2021

Man spricht schnell mal von Automatisierung und der Zukunft der Finanzberatung und erwähnt dabei vielleicht die Anlagesoftware, die wir Robo-Advisor nennen. Viele Kunden halten jedoch den persönlichen, direkten Kontakt für unverzichtbar, um sich in der Welt der Investments zurechtzufinden. Darüber hinaus darf nicht vergessen werden, dass die jüngere Generation mit ihren spezifischen Bedürfnissen zunehmend in die Investmentszene eintritt. Dies zeigt eine Studie, der auch das Magazin "investrends.ch" Rechnung trägt.

Die Beratung durch Robo-Advisor ist zu pauschal

Die Dinge, die wir am meisten vermissen, sind die, die wir verlieren, heißt es. Vielleicht geschieht gerade etwas Ähnliches in der Welt der Investitionen. Tatsächlich werden viele Kunden immer vertrauter mit digitalen und automatisierten Finanzinstrumenten und verzichten auf den Einsatz eines Experten aus Fleisch und Blut. Das Ergebnis einer in Nordamerika von der Beratungsfirma Accenture durchgeführten Studie mit dem Titel Wealth Management Consumer Report zeigt jedoch, dass 55 % der Befragten, die automatisierte Anlagesoftware, so genannte Robo-Advisor, nutzen, deren Beratung als zu allgemein empfinden. 

Die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Beratung

Das Erfordernis der Personalisierung von Investments hängt mit der Natur der Finanzberatung zusammen, die einen Überblick erfordert, einen Ansatz, der als "ganzheitlich" bezeichnet wird. Kurz gesagt, man muss wissen, wie man die soziale und finanzielle Situation der Kunden mit ihren Risiko- und Renditeerwartungen kombiniert, was ein Roboter, so leistungsfähig er auch sein mag, oft nicht kann. Nehmen wir den Fall der Pandemie, die das Bedürfnis nach Schutz verstärkt hat: Wie kann man einem Roboter die Notwendigkeit vermitteln, Verträge zum Schutz oder zur Versicherung seiner Vermögenswerte und seines Eigentums abzuschließen, die mit einer langfristigen Perspektive vereinbar sind? Kurzum, wie in "investrends" zu lesen ist, gehen diese Erwartungen weit über eine reine Vermögensvergrößerung hinaus.

Die neuen Bedürfnisse der jungen Generation

Es gibt aber noch mehr als das. Hinzu kommt die wachsende Aufmerksamkeit auf ökologische und soziale Nachhaltigkeit. Im Durchschnitt fragt die jüngere Generation doppelt so häufig nach nachhaltigen Produkten. Auch das Verhältnis zum Internet unterscheidet sich deutlich von dem der Älteren: Jüngere Menschen würden es nämlich begrüßen, wenn große Unternehmen wie Google, Apple oder Facebook damit beginnen würden, Finanzprodukte anzubieten. Ebenso vertrauen sie Algorithmen viel mehr als dem Rat älterer Investoren. Der Grund, warum ihre Gewohnheiten unbedingt berücksichtigt werden müssen, liegt darin, dass sie, wie "investrends" immer wieder in Erinnerung ruft, in den nächsten 30 Jahren die größten Vermögensbesitzer sein werden und daher die größte Nachfrage nach Beratung von ihnen kommen wird.

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