Finanzberater

Finanzberater müssen ihre Arbeit optimieren

Verfasst von MoneyController am 25.09.2021

Angesichts der neuen Transparenzvorschriften für die Branche besteht die Gefahr, dass der Aufwand für die Finanzberatung steigt und die Gewinne sinken werden. Sabine Said, Executive Vic ePresident des Beratungs- und Investmentsunternehmens Moventum S.C.A., erörtert dies in einem online erschienenen Beitrag.

Von woher werden die nächsten Probleme auf die deutschen Finanzberater zukommen? Es gibt viele Themen, die diskutiert werden, auch von Politikern, und viele Vorschläge für Änderungen, einschließlich eines Verbots von Provisionen und einer neuen von der BaFin vorgeschlagenen Regulierung. Sicher ist, dass die Berater auf Transparenz hinarbeiten müssen, sowohl in Bezug auf Information als auch auf die Berichtslegung. Das bedeutet, dass mehr Dokumente erstellt werden müssen und sichergestellt sein muss, dass der Kunde die Risiken, die er eingeht, wirklich versteht. Kurz gesagt: Es bedeutet mehr Zeit und mehr Aufwand für den Berater. Die Berater müssen das Risiko vermeiden, dass "[die] Kosten aber nicht auf den Kunden abgewälzt werden können und sollen".

Die ergriffenen Maßnahmen sind sicherlich gerechtfertigt, wenn man sie vom Standpunkt des Verbrauchers aus betrachtet: Sie bedeuten in der Tat größere Sicherheit. Auf Beraterseite können sie, wie bereits erwähnt, eine Verringerung der Einnahmen bedeuten, aber auch - und damit kommen wir zum Kern der Argumentation von Said - eine Chance, einen qualitativen Quantensprung zu machen. Berater sollten ihr Geschäft "skalieren", also es optimieren. Eine erste Lösung könnte darin bestehen, ihre Arbeit so weit wie möglich zu automatisieren und so viel Zeit wie möglich für die eigentliche Beratung zu lassen.

Ein Beispiel für diesen Schritt nach vorn könnte aber auch die Übernahme der gesamten Vermögensverwaltung des Kunden anstelle der Beratung zu einzelnen Produkten sein. Mit den Worten von Said: "Der Wechsel von der Beratung von Einzelprodukten und damit der Verantwortung für die Asset-Allokation des Kunden hin zum Einsatz von Vermögensverwaltungslösungen". Diese Verlagerung der Verwaltung wäre für beide Seiten von Vorteil, da die Umstellung auf die Vermittlung von Vermögensverwaltungsprodukten flexibel und mit geringeren Kosten erfolgen kann: "So zahlt der Berater etwa bei Moventum nichts für die Möglichkeit der Vermittlung von VV-Produkten und die Nutzung der gesamten Plattform-Infrastruktur".

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