ETF

Omikron-Variante erschreckt ETF-Anleger

Verfasst von MoneyController am 21.12.2021

Die neuen Daten von Amundi zu den Zuflüssen von ETFs belegen eine deutliche Verlangsamung der Investitionen in passive Fonds: -25% im November gegenüber dem Vormonat. Der Grund, so erklärten Experten, ist die Besorgnis, die die Omikron-Variante des Virus bei den Anlegern ausgelöst hat. Schauen wir uns die Zusammensetzung dieser Daten genauer an.

ETF-Markt verlangsamt sich, bleibt aber in den USA stark

Trotz des allgemeinen Rückgangs sind ETFs in den USA nach wie vor sehr beliebt: Im November verzeichneten sie Zuflüsse in Höhe von 43,5 Milliarden Euro bei Aktien, 10,9 Milliarden Euro bei Unternehmensanleihen und 2,7 Milliarden Euro bei Staatsanleihen. In Europa beliefen sich die Zuflüsse in Aktien-ETFs auf insgesamt 8 Milliarden Euro. Die Nachricht über das Auftauchen der Omikron-Variante führte jedoch allein in der letzten Novemberwoche zu Abflüssen in Höhe von 3 Milliarden Euro.

Der Anleihensektor der ETFs

Es ist interessant, sich einen Moment mit dem Sektor der ETF-Anleihen zu beschäftigen. In Europa wurden vor allem Staatsanleihen mit einem Investitionsvolumen von 2,1 Milliarden Euro nachgefragt. Insbesondere das Anlagevolumen in inflationsindexierten US-Staatsanleihen stieg um 544 Millionen Euro, was auf die Ankündigung der Federal Reserve zurückzuführen ist, die Inflation mit geldpolitischen Maßnahmen zu bekämpfen. Bei den Unternehmensanleihen belief sich der Zuwachs in Europa auf 1,7 Milliarden Euro, wobei Emittenten aus der Eurozone mit 620 Millionen Euro bevorzugt wurden. Bei den Anleihen erholten sich Investment-Grade-Anleihen (+400 Millionen), die in der ersten Monatshälfte vernachlässigt wurden, in der zweiten Novemberhälfte gegenüber Hochzinsanleihen (-500 Millionen).

Grüne ETFs schnitten gut ab, Smart-Beta- und Value-ETFs weniger gut

Trotz der Abschwächung der Zuflüsse dürfte die ETF-Branche im November auch vom „Glasgow-Effekt“ profitiert haben: Die Klimakonferenz und das Klimaabkommen dürften dazu beigetragen haben, dass die Zuflüsse bei ESG-ETFs um 8 Milliarden Euro und bei Klimaschutz-ETFs um 1,1 Milliarden Euro gestiegen sind. Auf den nordamerikanischen Markt entfielen 80 % dieser Zuflüsse. Auch grüne Anleihen schnitten gut ab: + 370 Millionen Euro für globale Emittenten und + 325 Millionen Euro für europäische Emittenten. Smart-Beta- und Value-ETFs hingegen litten mit Abflüssen von 222 Millionen Euro bzw. 1,1 Milliarden Euro.    

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