Banken und Bankprodukte

Einschränkungen und Krisen: Bankkonten wachsen an - ist das gut?

Verfasst von MoneyController am 05.12.2020

In Krisenzeiten steigt die Sparneigung. Der Beweis kam in diesem Jahr: Wie die Daten der Plattform Deposit Solutions zeigen, beträgt der Differenzbetrag zwischen dem bei Banken eingezahlten und dem abgezogenen Geld in Europa fast 400 Milliarden zugunsten der Einlagen. Dies ist eine enorme Summe, die nicht nur auf das wachsende Sicherheitsbedürfnis zurückzuführen ist, sondern auch auf die restriktiven Maßnahmen, die den Konsum beeinflusst haben. Einer der Gründe für so viel eingezahltes Geld ist jedoch auch die hohe Liquidität, die die EZB zur Verfügung stellt, und das Fortbestehen negativer Zinsen. Denn wenn das Geld immer weniger kostet, wirft die Kreditvergabe weniger Gewinne ab. Die Kosten, die die Banken zu tragen haben, steigen daher. Es wird geschätzt, dass die zu tragenden Kosten aufgrund niedriger Zinssätze seit dem letzten Jahr von 7 auf 10 Milliarden gestiegen sind (Daten des Bundesverbandes deutscher Banken). Es ist daher unvermeidlich, dass viele Banken gezwungen sein werden, die Gebühren für die Einlagen zu erhöhen. Das Risiko, dass die Erhöhung möglicherweise nicht ausreicht, um die Kosten zu decken, trägt zu den von vielen Analysten befürchteten Insolvenzszenarien bei. Das Szenario für Banken ist derzeit nicht das beruhigendste.

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