Immobilien

Einige Tipps, um die Vererbung von Immobilien bestmöglich zu regeln

Verfasst von MoneyController am 03.02.2021

Die Vererbung von Immobilien ist eine besonders heikle Angelegenheit. Emotionalität geht meist mit der Situation einher und ist typisch für emotionale Vermögenswerte wie Immobilien. Um einige der mit der Erbfolge verbundenen Schwierigkeiten zu überwinden, bietet der Immobiliendienstleister McMakler vier praktische Tipps.

Ein Testament machen

Es klingt wie ein banaler Tipp, aber ein Testament zu machen, kann Streitigkeiten im Vorfeld vermeiden. Das bedeutet eine große Zeit- und Kostenersparnis. Ein Testament kann von einem Notar aufgesetzt werden oder auch handschriftlich verfasst werden. Das Testament muss immer das Datum, den Ort und die Unterschrift enthalten. Beim Verfassen des Testaments kann man auch einen sogenannten „Testamentsvollstrecker“ angeben, d.h. eine Person, die für die Umsetzung der im Testament geäußerten Wünsche verantwortlich sein wird. Liegt kein Testament vor, gilt das gesetzliche Erbrecht in folgender Reihenfolge: Unterschieden wird zwischen Erben der ersten Ordnung (Kinder, Enkel), der zweiten Ordnung (Eltern, Geschwister, Neffen/Nichten) und der dritten Ordnung (Großeltern, Onkel, Tanten, Cousins und Cousinen).

Es ist wichtig, zu bedenken, dass „vorher nicht festgehaltene Wünsche, wie das Hinterlassen einzelner Wertgegenstände an Freunde oder gemeinnützige Organisationen und das Vermachen ganzer Grundstücke an einzelne Erben, können dabei nicht berücksichtigt werden“, wie Lukas Pieczonka, Mitbegründer und Geschäftsführer von McMakler, schreibt.

Drei Lösungen, um weniger Steuern zu zahlen

McMakler schlägt drei mögliche Strategien vor, um die Vererbung von Immobilien aus steuerlicher Sicht zu optimieren.

  • Es ist möglich, die Immobilie dem Erben zur persönlichen Nutzung zu überlassen. In diesem Fall wird die Immobilie steuerfrei vererbt. Dabei ist jedoch darauf zu achten, dass die Immobilie der erste Wohnsitz des Erben sein wird und dass sie in den ersten zehn Jahren nach dem Erbfall nicht verkauft oder vermietet werden kann. Um eine Immobilie steuerfrei vererben zu können, reicht es ansonsten aus, dass der Wert der Immobilie unter dem gesetzlichen Steuerfreibetrag liegt.
  • Es ist möglich, eine Reihe von Schenkungen zu machen. Wichtig ist, dass man dies innerhalb des Betrages von 500.000 Euro vornimmt, da darüber der Freibetrag nicht mehr gilt. Eine Schenkung kann alle zehn Jahre durchgeführt werden und muss durch eine notarielle Urkunde bestätigt werden. McMakler weist darauf hin, dass eine Übertragung der Immobilie aufgrund einer Schenkung auch erst für den Erbfall vorgesehen werden kann.
  • Man kann sich entscheiden, die Immobilie zu verkaufen und die Summe unter den Erben aufzuteilen. Der Betrag kann auf einmal ausgezahlt werden oder in Form einer lebenslangen Rente.

Enterbung, aber in gewissen Grenzen

Jemanden zu enterben, mag als Lösung sehr komisch erscheinen. In der Realität kann es eine Lösung sein, ein Vermögen so zu verteilen, wie man es für gerechter hält - vorzugsweise im Konsens. Sie können beispielsweise festlegen, einen bestimmten Prozentsatz für Ihre Enkelkinder zu verwenden. Alle diese Details müssen im Testament eindeutig schriftlich festgehalten werden.

Eine aktuelle Immobilienbewertung

Der deklarierte Wert der Immobilie muss dem Marktwert entsprechen. Wenn die beiden Werte nicht übereinstimmen, besteht die Gefahr, dass eine zusätzliche Wertbestimmung seitens des Finanzamts angefordert wird. Der Wert der Immobilie wird vom Finanzamt nach einer dieser drei Methoden ermittelt: Ertragswertverfahren, Vergleichswertverfahren oder Sachwertverfahren. Die Bewertung der Immobilie kann durch spezialisierte Immobilienmakler erfolgen. McMakler bietet die Möglichkeit einer kostenlosen Immobilienbewertung, auch durch Vereinbarung eines Termins mit einem Makler für eine Vor-Ort-Besichtigung.

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