Finanzmärkte / Wirtschaft

DSW: Hier ist das Ranking der schlechtesten deutschen Aktien im Jahr 2020

Verfasst von MoneyController am 20.03.2021

In den vergangenen zehn Monaten war Optimismus zweifellos eine der vorherrschenden Stimmungen an den Finanzmärkten. Allerdings haben die positiven Ergebnisse einige besonders schwierige Situationen möglicherweise etwas überschattet. In diesem Zusammenhang hat die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. (DSW) eine Liste der fünfzig größten Kapitalvernichter des Jahres 2020 veröffentlicht, d.h. eine Liste der Unternehmen, die im vergangenen Jahr an den Finanzmärkten einen schweren Stand hatten.

Marc Tüngler, Hauptgeschäftsführer der DSW, stellte klar, dass die von der DSW erstellte Liste nicht einfach nur Unternehmen aufführt, die von der Pandemie blockiert wurden und bei denen man davon ausgehen kann, dass sie sich bald wieder erholen, wenn die Dinge wieder normal laufen. Generell zeigt die DSW-Liste Unternehmen, die bereits vor der Krise in Schwierigkeiten waren und sich nun entweder in einer noch tieferen Krise befinden oder ums Überleben kämpfen. Die Performance-Watchlistder DSW basiert auf dem CDAX der Deutschen Börse, d.h. sie berücksichtigt die 500 wichtigsten am deutschen Aktienmarkt notierten Unternehmen. Zu den Kriterien, die für die Erstellung des Rankings herangezogen werden, gehören neben der Aktienkursentwicklung auch die Dividendenzahlungen.

Am schlechtesten schnitt das auf Krebsforschung spezialisierte Biotech-Unternehmen Epigenomics AG ab, das allein im vergangenen Jahr 70 Prozent seines Wertes verlor. Auch der Gigant Bayer taucht im Ranking auf. Wie Tüngler erklärt, handelt es sich in diesem Fall, um eine Situation, die der Kombination aus Vergangenheit und momentaner Lage geschuldet ist, d.h. infolge der Übernahme von Monsanto und der Pandemiekrise. Ein weiterer Gesundheitskonzern auf der Liste ist Fresenius, und nicht weit dahinter liegt die Deutsche Bank, die Tüngler mit bitterer Ironie als mittlerweile zum Inventar der DSW-Watchlist gehörend bezeichnet. Weitere sehr wichtige Konzerne auf der Liste sind K+S, Thyssenkrupp, Commerzbank und Deutsche Lufthansa.

Bei der Analyse dieser Watchlist hebt Tüngler zwei wichtige Aspekte hervor. Der erste ist, dass die Größe bestimmter Unternehmen, insbesondere großer Giganten, sie oft nicht vor negativen Ergebnissen schützen kann, wie angenommen wird. Der zweite ist, dass ein Unternehmen anhand der Art und Herkunft der ausgeschütteten Dividenden und nicht anhand deren Höhe bewertet werden sollte: Das bedeutet, zu verstehen, ob es sich tatsächlich um nachhaltige Dividenden in Bezug auf das Geschäftsmodell des Unternehmens handelt.

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