Anlagen

Die Zahl der privaten Wertpapierdepots in Deutschland übersteigt 25 Millionen

Verfasst von MoneyController am 04.03.2021

Eine weitere aktuelle Zahl zeigt, dass die Deutschen eine immer größere Vertrautheit mit Geldanlagen haben. Die Anzahl der privaten Wertpapierdepots ist auf 25 Millionen gestiegen. Diese Zahl ist die höchste, die die Bundesbank seit 2013, als sie mit der Veröffentlichung dieser Daten begann, jemals gemessen hat. Die Daten beziehen sich auf November 2020 und zeigen einen Anstieg von 7,1% im Vergleich zu 2019. Wie Fondsprofessionell - das die Daten in einem eigenen ausführlichen Bericht analytischer aufbereitet hat - feststellt, bedeutet dies, dass die Deutschen zunehmend glauben, sie können Geld verdienen, indem sie es dem Aktienmarkt anvertrauen. Die Daten werden auch vom Deutschen Aktieninstitut bestätigt, das insbesondere bei jüngeren Anlegernein sehr starkes Wachstum des Interesses am Aktienmarkt festgestellt hat.

Noch vor wenigen Jahren war es alles andere als sicher, dass die Deutschen wieder Vertrauen in die Aktienmärkte gewinnen würden. Die Messungen der Bundesbank zeigen sehr gut, dass es von 2013 bis 2017 tatsächlich einen Rückgang an Wertpapierdepots gegeben hat, die damals einen Tiefstand von rund 22 Millionen erreichten.

An dieser Stelle ist es interessant zu analysieren, wie sich das Investitionsvolumen verteilt. Nach Angaben der Bundesbank sind es vor allem Kreditbanken und Kapitalanlagegesellschaften, bei denen 6,85 bzw. 6,08 Millionen Euro in privaten Wertpapierdepots deponiert wurden. Es folgen die Landesbanken mit 4,51 Millionen und die Großbanken mit 4,33 Millionen. Schließlich gibt es noch die Sparkassen und die Genossenschaftsbanken, die Wertpapierdepots für insgesamt 1,75 bzw. 1,47 Millionen Euro verwalten.

Lassen Sie uns nun einen Blick auf die Strömungen werfen, die die verschiedenen Sparten in den letzten Jahren geprägt haben. Zählt man zu den Kreditbanken auch die Bausparkassen hinzu, erhöht sich die Zahl auf 11,18 Millionen Euro. Dies ist der Bereich, der am meisten gewachsen ist, wenn man bedenkt, dass er im Jahr 2015 „nur“ 8,67 Millionen Euro verwaltet hat. Das von Kapitalanlagegesellschaften verwaltete Volumen ist im Wesentlichen gleich geblieben bzw. leicht gesunken, denn im Vergleich zu den aktuellen 6,08 Millionen Euro verwalteten sie im Jahr 2013 6,38. Ein wachsender Sektor ist der der Landesbanken, denn im Jahr 2014 betrug das verwaltete Volumen 3,67 Millionen. Bei den Sparkassen hingegen ist weiterhin ein Rückgang des Depotvolumens zu verzeichnen. Im Jahr 2013 lag das Niveau etwa ein Drittel höher als heute, nämlich bei 2,28 Millionen Euro. Ein ähnlicher Rückgang der Einlagen ist auch bei den Genossenschaftsbanken zu verzeichnen, die 2013 2,10 Millionen Euro an Wertpapierdepots verwalteten.

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