Staatsanleihen und Zinsen

Die Verschuldung steigt und der Run auf Staatsanleihen verlangsamt sich nicht

Verfasst von MoneyController am 25.11.2020

Die deutsche Staatsverschuldung wird innerhalb von zwei Jahren um 30% wachsen. Die Berechnungen wurden auf der Grundlage der geplanten Staatsausgaben von 160 Milliarden durchgeführt. Dies ist der Betrag, den die Bundesregierung bereitstellen wird, um die Folgen der Pandemiekrise einzudämmen. Eine der Auswirkungen, die man bei einem solchen Ausgabeetat erwarten könnte, wäre die zunehmende Schwierigkeit, die notwendigen Finanzmittel auf dem Markt zu beschaffen. Stattdessen werden trotz der Rekordausgaben für die Wirtschaftshilfen, die fast alle Staaten der Welt charakterisieren, immer mehr Staatsanleihen gekauft. Die hohe Liquiditätszufuhr am Markt sowie die starke Nachfrage drücken die Zinsen außerdem nach unten. Was treibt Anleger dazu, diese Wertpapiere zu kaufen? Wir befinden uns in einer Zeit der Unsicherheit und Staatsanleihen stellen einen der möglichen „sicheren Häfen“ für Investitionen dar: Im Vergleich zu einem normalen Unternehmen ist die Kreditwürdigkeit und die Liquidität der Schulden viel besser garantiert. Darüber hinaus besteht, wie der Blackrock-Kapitalmarktstratege Felix Herrmann dem Handelsblatt erklärte, kein enger Zusammenhang zwischen der Verschuldung eines Staates und dem Zustand seiner Wirtschaft. Mehr als in die Schulden, die die Staaten derzeit eingehen, investieren die Anleger daher in eine starke und unmittelbar bevorstehende Erholung der Wirtschaft.

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