Altersvorsorge

Die ungelösten Probleme des deutschen Rentensystems

Verfasst von MoneyController am 04.12.2020

Je genauer man sich das deutsche Rentensystem ansieht, desto mehr Probleme treten auf. Nach der Nachricht über die Senkung des Garantiezinssatzes für Lebensversicherungen kam die Nachricht, dass selbst die Riester-Rente keine akzeptable Rendite mehr garantieren kann. Die Bürgerbewegung Finanzwende hat eine Studie veröffentlicht, die dies durch einen Vergleich von 65 Policen belegt. Nehmen wir einen 37-jährigen Mann ohne Kinder. Im Durchschnitt zahlt er 1.200 Euro pro Jahr für ein Riester-Produkt. Nun, ungefähr ein Viertel dieses Geldes fließt in Verwaltungskosten – in einigen Fällen spricht man von fast 30%. Finanzwende dazu: „Das kann nicht der Sinn einer staatlich geförderten Altersvorsorge sein“. Schauen wir uns aber auch die Renditen an: Über einen Zeitraum von 30 Jahren garantieren Riester-Renten eine Rendite von 1,6%. Leider erreicht jedoch die berechnete Inflation für den gleichen Zeitraum 1,8%. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat daraufhin einige Daten korrigiert (z. B. die Abzugsfähigkeit einiger Kosten). Das Problem bleibt jedoch bestehen. Vor allem die Hauptthemen wie die Bevölkerungsüberalterung und die niedrigen Zinsen bleiben bestehen. Und viele erwarten inzwischen, dass die Lösung nur die Politik bringen kann.

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