Anlagen

Die „Stay-at-Home-Wirtschaft“ und diesbezügliche Chancen für Investoren

Verfasst von MoneyController am 02.05.2020

In der Sektion Finanz hat der ARD-Emittent versucht zu untersuchen, wen man als „Gewinner“ der aktuellen Krisenperiode bezeichnen könnte. Wir sprechen hier von Unternehmen, die in dieser Zeit bedeutend mehr als normal arbeiten müssen, um den Menschen ein möglichst normales Leben zu garantieren. Hier einige Beispiele: Amazon und JD.com, sein asiatisches Gegenstück, stellten 100.000 bzw. 20.000 zusätzliche Mitarbeiter ein, um die größere Anzahl von Hauslieferungen sicherzustellen. Ein weiterer Service, bei dem die Arbeitsbelastung stark angestiegen ist, ist die Lieferung von Mahlzeiten, entweder im Sinne von Fertiggerichten wie bei Delivery Hero oder die Lieferung der zum Kochen erforderlichen Zutaten, wie es HelloFresh tut. Dann gibt es natürlich die Unterhaltungsdiensleister. Netflix verzeichnet seinen Höhepunkt gewöhnlich um 21 Uhr, einen Höhepunkt, der so intensiv ist, dass es manchmal gezwungen ist, die Qualität, wenn auch geringfügig, zu verringern, um den Dienst seinen Millionen Benutzern gleichzeitig garantieren zu können. Neben Netflix gibt es Plattformen für Videospiele, von denen einige bisher noch nie besonders erfolgreich waren. Dies ist der Fall bei De-Cix, wo jedoch aktuell die Anzahl der Benutzer in einer Woche bei einzelnen Videospielen verdoppelt wurde und an denen Millionen von Menschen gleichzeitig teilnehmen.


Zoom Video, Slack, Microsoft und Teamviewer sind Software, deren Aktivitäten nicht ganz überraschend zunehmen. Ihr Triumph ist natürlich auf das Home Office, der Arbeit von zu Hause, zurückzuführen, was den entsprechenden Markt antreibt. Der Erfolg ist so groß, dass im Bereich der diesbezüglichen Investitionen zunehmend einige sogenannte „Stay-at-Home-Index“ auftauchten, Wertpapiergruppen, die auch von Anlageprofis zusammengestellt werden und die auffordern, in Unternehmen zu investieren, deren Geschäftstätigkeit stark von der Krise angetrieben wird. Die ARD zitierte diesbezüglich das Investmenthaus MKM Partners, das eine Liste von 33 Unternehmen zusammenstellte, einen Index, in den man jedoch nicht offiziell investieren kann. Die Welt der ETFs sieht diese Gruppierungen von Wertpapieren ebenfalls positiv und man sagt, dass daran gearbeitet wird, die offiziellen Indizes dessen, was jetzt in "Stay-at-Home Economy" umbenannt wurde, marktfähig zu machen. Eine vorübergehende Mode? Für viele nicht. Sobald die Krise endet, argumentieren einige Analysten, dass wir uns so an die Vorteile gewöhnt haben, die technologischen Dienstleistungen wie z. B. Home Office oder die Lieferung von Waren nach Hause bieten, dass wir dies kaum aufgeben können. Nach ihrer Meinung bedeutet das, dass sich das Wachstum der betreffenden Sektoren auch nach der Krise fortsetzen wird.

 

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