Rohstoffe

Die Rückkehr von Covid in China drückt die Öl- und Kupferpreise

Verfasst von MoneyController am 25.01.2021

In China kehrt die Angst vor einer neuen Coronavirus-Epidemie zurück. Auch wenn die offiziell registrierten Fälle nicht sehr zahlreich sind, bleibt die Tatsache, dass seit März 2020 nicht mehr so viele verzeichnet wurden. Die Nachricht über eine mögliche zweite Welle von Covid in China konnte nicht ohne Folgen für die Märkte bleiben.

In den nordöstlichen Regionen Chinas scheint das Virus wieder im Umlauf zu sein: Innerhalb weniger Stunden wurden 124 neue Fälle registriert. Was die chinesischen Behörden am meisten erschreckt, ist die Tatsache, dass dies Fälle waren, die einige Tage lang asymptomatisch blieben (das Virus könnte sich also schneller verbreitet haben als angenommen). Die Zahl der Infektionen, wenn sie denn niedrig bleibt, gibt den chinesischen Behörden jedoch einen großen Handlungsspielraum. Kurzum, die chinesischen Gesundheitsbehörden können es noch schaffen, die neue Seuchenwelle einzudämmen.

Die Angst vor einer neuen chinesischen Epidemie reichte jedoch aus, um die Märkte zu beeinflussen. Insbesondere der Ölpreis litt darunter, was in der Tat oft als "risikosensitiver" Index bezeichnet wird. Die neuen Lockdowns könnten tatsächlich die Nachfrage nach Energie auf dem chinesischen Markt drücken. Die Angst vor einem Nachfragerückgang im Mobilitätssektor und in der chinesischen Industrie führte dazu, dass der Preis für ein Barrel sein Wachstum vorübergehend unterbrach: 52,50 Dollar für West Texas Intermediate (WTI) und 55,71 Dollar für Brent aus der Nordsee.

Auch Kupfer verlor an Boden und fiel von fast $8.015 pro Tonne auf $7.856 (obwohl es in den letzten Stunden wieder zu steigen scheint). Tatsächlich ist China mit seinem riesigen Binnenmarkt (1,3 Milliarden Menschen) nicht nur einer der wichtigsten Märkte für den Energieverbrauch, sondern auch für die Hälfte des weltweiten Metallverbrauchs verantwortlich.

Nach Ansicht von Marktanalysten handelt es sich nicht um eine nachhaltige Situation. Die Preise werden dank zyklischer Faktoren im Jahr 2021 voraussichtlich steigen, aber diese Faktoren hängen letztlich von der Geschwindigkeit der Impfstoffverbreitung ab. Der Rohstoffmarkt muss sich also mit einer Situation befassen, die immer klarer scheint: 2021 wird sicherlich ein Jahr der wirtschaftlichen Erholung sein – aber diese Erholung wird nicht umgehend eintreten.

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