Finanzberater

Die privaten Ersparnisse wachsen in Deutschland – neue Chancen für Finanzberater

Verfasst von MoneyController am 07.01.2020

In Deutschland war das Geldvermögen der privaten Haushalte noch nie so hoch: mit einem Zuwachs von 441 Milliarden im Jahr 2019 erreichte es 6000 Milliarden Euro. Ein echter Rekord. Dies hat eine am Anfang dieses Jahres veröffentlichte Studie der DZ Bank angekündigt, die die Zahlen für 2018 mit denen für 2019 vergleicht. Der Anstieg betrug 7,1% gegenüber dem Vorjahr; ein deutlich stärkerer Anstieg als von 2017 zum Jahr 2018, der bei rund 2,2% lag.

Die Experten der DZ Bank erklären, dass „Den größten Anteil am Vermögensaufbau hatte aber erneut der Sparfleiß der Bürger“. Die Sparquote der Bürger liegt mit 11% auf einem höheren Niveau als in den Vorjahren. Die Beschleunigung der Sparquote resultiert aus einer realen Änderung der Einstellung der Sparer, die beginnen, ihre Ersparnisse immer mehr zu investieren, ohne sie auf Bankkonten zu belassen. Bis jetzt hatte die andauernde Phase niedriger Zinsen Sparer von Investitionen abgehalten. Die veränderte Haltung ist aller Voraussicht nach auf die gute Entwicklung der Märkte im Jahr 2019 bis 2018 zurückzuführen. Diese Vorteile kompensierten daher das übliche zinsbedingte Verhalten der Sparer.

„Mit der inzwischen seit Jahren andauernden Phase extrem niedriger, teils negativer Zinsen, ist der Zinseszinseffekt als wichtige Säule des Vermögensaufbaus weit weggebrochen“, hat DZ-Bank-Chefvolkswirt Stefan Bielmeier erklärt. Einige Experten behaupten, nicht zu investieren, bedeute Geld zu verlieren. Der Grund ist einfach: die Kapitalrendite auf Girokonten (Einlagen, Anleihen und auch Versicherungspapieren) liegt nach Steuern und Kosten bei 0,7% und kann die Inflation, die stattdessen 1,3% beträgt, nicht ausgleichen. Schätzungen zufolge beträgt der Verlust dieser Sparer 27 Milliarden Euro. Die Investitionen in Aktien und Finanzanlagen führten jedoch zu einem Gewinn von 184 Milliarden Euro und konnten die vorgenannten Verluste ausgleichen.

Generell haben Sparer in Deutschland jedoch Angst Risiken einzugehen und sind selten bereit, in langfristige, festverzinsliche Anlagen zu investieren. Der größte Teil der „Ersparnisse verbleibt einfach auf dem Girokonto“, sagte Michael Stappel, Volkswirt der DZ Bank. Das hat einen enormen Investitionsstau zur Folge: 27 Prozent des gesamten privaten Finanzvermögens (1,8 Billionen Euro) werden überwiegend in Form von Sichteinlagen „geparkt“. Es ist klar, dass diese Zahl zumindest theoretisch nicht nur eine Masse von Ersparnissen ist, die wenig Gewinn bringen, sondern auch eine große Chance für deutsche Finanzberater.

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