Banken und Bankprodukte

Die Kosten für Girokonten sind mit dem neuen Jahr gestiegen

Verfasst von MoneyController am 04.02.2020

Auch im Januar 2020 wurde bereits ein neuer Rekord verzeichnet, der die Sparer diesmal jedoch nicht sehr zufrieden stellen wird. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung des Biallo-Portals, die belegt, dass 188 der 1.300 Kredit- oder Bankinstitute in Deutschland die Preise für ihre Girokonten erhöht haben. Diese Zahl muss mit dem Anstieg verglichen werden, den Biallo im gesamten vergangenen Jahr verzeichnet hat. Insgesamt haben 550 Bankstrukturen im Jahr 2019 ihre Kosten erhöht. Der Rhythmus  von je 45 Instituten pro Monat, die im letzten Jahr ihre Kosten erhöhten, ist daher nicht mit dem Wert von 188, nur im Januar dieses Jahres, vergleichbar.

So haben sich die Preise im Durchschnitt geändert: Basiskonten von 4,78 auf 4,91 Euro; Online-Konten von 2,73 Euro auf 3,42 Euro; Filialkonten von 4,19 Euro auf 4,43 Euro und Premiumkonten von 9,42 Euro auf 10,15 Euro. Wie Horst Biallo betont, ist der Preis insbesondere für Online-Konten gestiegen, was für regionale Kreditgeber ein Bumerang sein könnte, da die Direktbanken die Preise jedoch nicht geändert haben. Ist schon eine Migration auf die wenigen kostenlosen Konten zu erwarten? Vielleicht. Nach der Berechnung von Biallo kann man nun mit ca. 5 Transaktionen pro Monat bis zu 123 Euro für ein Online-Konto und 250 Euro für ein Filialkonto ausgeben.

Begründet wurden die Steigerungen durch die niedrigen Zinssätze (die Geld immer günstiger machen) und wahrscheinlich auch durch die Ausdehnung der Online-Dienste. Es ist jedoch schwierig, den genauen Grund für die Beträge zu verstehen. Zum Beispiel haben einige Banken die Girokard um einige Euro erhöht; viele Institute erhöhten direkt die Grundkosten der Konten; andere haben die Kosten der Operationen erhöht (zum Beispiel um 50 Cent für jede Operation). Der merkwürdigste Anstieg betraf die abendlichen Abhebungen von Geldautomaten, die von einigen Instituten um 35 Cent erhöht wurden. Ist es wahrscheinlich, dass die Inhaber von Girokonten für dieses Jahr keine weiteren Steigerungen erwarten können? Daran besteht leider kein Zweifel – es wird nicht so sein. So haben einige Regionalbanken bereits mitgeteilt, dass sie in Kürze ihre bisher gebührenfreien Konten in kostenpflichtige Konten umwandeln werden.

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