Staatsanleihen und Zinsen

Die EZB treibt die krisenfeindliche Geldpolitik voran wie nie zuvor

Verfasst von MoneyController am 13.05.2020

Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht einige Schwierigkeiten in der Situation, die das deutsche Verfassungsgericht und die Europäische Zentralbank gegeneinander ausgerichtet sieht. Sie fügte jedoch hinzu, dass es eine Lösung gibt, die darin besteht, dass sich die EZB verpflichtet, die Gründe und Auswirkungen der getroffenen geldpolitischen Maßnahmen zu klären. Inzwischen ist das Unterstützungsprogramm für die europäische Wirtschaft voll ausgelastet. Im Rahmen des PEPP („Pandemic Emergency PurchaseProgram“) wurden bereits 36 Milliarden Staatsanleihen mit einemUmfang von 6,8 Milliarden Euro pro Tag gekauft. Ein absoluter Rekord. 103,4 Milliardenhingegen ist die Zahl, die die EZB bereits im April eingesetzt hat. Diese Zahlen werden sogar noch höher, wenn man daran denkt, dass die Pandemie am Ende des Jahres einen Aufwand der EZB von 750 Milliarden Euro bedeuten könnte. Wenn andere, noch ausstehende Operationen hinzugefügt werden, steigt die Summe auf 1.100 Milliarden Euro.


Aber wofür sind diese Maßnahmen gut? Eine ihrer Hauptaufgaben besteht - wie europäische Beamte erklärt haben - darin, den Anstieg der Zinssätze für Schuldtitel der am stärksten von der Krise betroffenen Länder einzudämmen. Die Rendite zehnjähriger italienischer Staatsanleihen stieg von 1,755% auf 1,778%. Für spanische Staatsanleihen stieg sie sogar von 0,836% auf 0,896%. Es wird befürchtet, dass diese Länder die Schuldenkosten nicht mehr tragen können und im schlimmsten Fall gezwungen sind, Insolvenz („Default“) anzumelden. Aus diesem Grund berücksichtigt der Prozentsatz der Erwerbe mehr die am stärksten betroffenen und weniger soliden Volkswirtschaften als die Deutschlands. Zusätzlich zu diesem Aspekt, der als eine unterschiedliche Behandlung wahrgenommen wird, besteht die eigentliche Sorge in Bezug auf die Inflation, die, wie Der Spiegel schrieb, in Europa 2% übersteigen wird und außer Kontrolle geraten könnte.

 

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