Finanzmärkte / Wirtschaft

Die Deutsche Bank führt die Investoren „in den schwierigen Gewässern“ der Krise

Verfasst von MoneyController am 22.05.2020

„Ein relativ langsames Wachstum nach der ersten Phase der Erholung könnte die Sorgen um eine Fehlallokation des Kapitals, eine hohe Verschuldung und das erneute Risiko einer Verlangsamung verstärken“, schreibt Chef-Anlagestratege Christian Nolting (Deutsche Bank). „Wir werden uns noch einige Zeit durch schwierige Gewässer bewegen.“ Der von der Deutschen Bank vom Chef-Anlagestrategenveröffentlichte Prospekt trägt daher nicht zufällig den Titel „in schwierigen Gewässern“. Das BIP wird sich nächstes Jahr nicht vollständig erholen können und wir müssen auf das Jahr 2022 warten. Die Rechnung, die die Krise vorlegen wird, wird für viele Länder gesalzen sein – sie wird 2,6% für die Weltwirtschaft, 5,6% für die amerikanische und 7,5% für die europäische Wirtschaft kosten. Geldpolitik wird sicherlich notwendig sein, um einen großen Teil der Wirtschaft zu retten aber deren Kontrolle wird unvermeidlich politische Spannungen verursachen.


Aber es wäre sicherlich falsch, sich dem Pessimismus hinzugeben. Die wirtschaftliche Erholung, wenn auch langsam, unterstützt durch künstlich niedrige Zinsen, wird auf lange Sicht den Aktienmarkt nach oben treiben. Auf Grund der Tatsache, dass viele institutionelle Anleger ihre riskanteren Strategien am Anleihenmarkt korrigieren mussten, sieht Nolting gute Anlagemöglichkeiten in hochverzinslichen Anleihen. Andere Sektoren, die laut Nolting im Auge behalten werden müssen, sind einerseits Gold, das angesichts der niedrigen Zinsen eine Reserve von wichtigem Wert bleiben wird und andererseits Erdöl, dessen Preise aufgrund der globalen Nachfrage wieder zu steigen beginnen.


„Selbst in Zeiten extremer Marktspannungen gelten die langfristigen Anlageregeln“, schreibt Nolting. „Mittelfristig lohnt es sich, eine Strategie zu definieren und daran festzuhalten – sowohl während möglicher Markteinbrüche als auch während der anschließenden Aufwärtsbewegungen“. Lesen wir bei Nolting. Schließlich frischt er eine alte, aber nie festgelegte Anlageregel wieder auf –  Die beste Wahl für den Aufbau nachhaltiger Portfolios ist die strategische und langfristige Anlageaufteilung, die auch als „Strategische Asset Allocation, SAA“ bezeichnet wird.

 

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