Staatsanleihen und Zinsen

Der Wettlauf um den Verkauf von Bundesanleihen

Verfasst von MoneyController am 08.06.2020

Bei deutschen 10-jährigen Bundesanleihen sind die Renditen in den letzten Wochen rapide gestiegen. Sie gingen von -0,45% auf -0,299%. Dies ist seit ein paar Monaten nicht mehr passiert. Analysten sind sich einig, dass dies vom erneuten Wachstum des Aktienmarktes beeinflusst ist, was die Anleger dazu bewegt Bundesanleihen zu verkaufen, um ein Wertpapierportfolio mit höheren Renditen zu erhalten. Laut dem von der Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) befragten Commerzbank-Analysten Cem Keltek besteht die Möglichkeit, dass die Rendite bis auf -0,25% steigt. Dies würde höchstwahrscheinlich ohne schlechte Markt- oder Wirtschaftsnachrichten geschehen.

Aber es gibt sicherlich einen anderen Grund, der den Markt dazu drängt, Druck auf die Bundesanleihen auszuüben. Es handelt sich um das Ankaufs- und wirtschaftliche Unterstützungsprogramm der EZB. Mit zusätzlichen 600 Milliarden Euro beläuft sich das Programm nun auf die astronomische Zahl von 1.350 Milliarden Euro. Dieses Programm stellt sicher, dass die Europäische Zentralbank praktisch ein Garant als letzte Instanz sowohl für die jeweiligen Volkswirtschaften als auch für die Anleiheemissionen der verschiedenen Staaten ist. Dadurch werden die höher verzinslichen Anleihen der Länder mit schwierigeren Wirtschaftsverhältnissen viel attraktiver. Von dieser Situation profitiert auch der Euro, der auf den Wert von vor drei Monaten zurückgekehrt ist.

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