Finanzmärkte / Wirtschaft

Warum der DAX seinen Rekord nicht gebrochen hat

Verfasst von MoneyController am 18.06.2021

Diese Woche hatte der DAX 30 mit hohen Erwartungen eröffnet. Von einem neuen Rekord, 16.000 Punkten, war die Rede, nachdem der deutsche Aktienindexin der Vorwoche, wenn auch nur knapp, über 15.800 Punkten gelegen hatte. Wie kommt es stattdessen, dass der DAX 30 heute immer noch zwischen 15.700 und 15.800 Punkten liegt?

Die Ankündigung einer möglichen Zinserhöhung bremst die Märkte

Schon die Ankündigung einer möglichen Rückführung der ultraexpansiven US-Geldpolitik reichte aus, um die Begeisterung der Marktteilnehmer auch in Deutschland abzukühlen. Nicht nur der DAX 30, sondern auch der M-DAX und der Euro Stoxx 50 haben an Boden verloren. Dennoch war die US-Notenbank sehr deutlich: Bis 2023 wird die Politik der Anleihekäufe und der künstlich niedrigen Zinsen beibehalten. Doch in anderthalb Jahren könnte sich die Situation drastischer ändern als bisher angenommen: Der Leitzins könnte sich verdoppeln. Die Marktteilnehmer hingegen erwarteten auch in der ersten Hälfte des Jahres 2023 eine unveränderte Politik.

Das Scheitern von CureVac belastet auch deutsche Aktien

Auch die Kursentwicklung der CureVac-Aktie hat die Stimmung an den Märkten verschlechtert, sofern das überhaupt noch möglich ist. Die negativen Ergebnisse der Impfstofftests ließen den Aktienkurs um 51% einbrechen. Von diesem schlechten Ergebnis waren auch zwei deutsche Geschäftspartner betroffen. Den Anfang machte das Biotech-Unternehmen Wacker Chemie, dessen Aktie um 6 % nachgab. Die Produktion des mRNA-Impfstoffs CureVac sollte noch in der ersten Jahreshälfte am Wacker-Hauptsitz in Amsterdam grünes Licht erhalten. Der zweite war der Gigant Bayer, der als kommerzieller Partner von CureVac bei der Eröffnung der Börsenhandels mehr als 1% abgab.  

Der Anleihemarkt und die Entscheidungen der Fed

Während der Aktienmarkt nachlässt, beginnt der Anleihemarkt wieder zu steigen. Deutsche Anleihen sind, wenn auch nur kurzzeitig, auf knapp unter -0,15% gestiegen, während US-Anleihen eine Rendite von fast 1,6% erreicht haben. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet dazu die Meinung von Thomas Altmann, Portfoliomanager beim Handelshaus QC Partners. Altmann macht deutlich: Die Entwicklung des Anleihemarktes werde eng mit dem Tempo der Anleihekäufe durch die Fed zusammenhängen, das derzeit bei 120 Milliarden Dollar pro Monat liegt. Aktuell gehen jedoch 90 Prozent der Börsenteilnehmer davon aus, dass die US-Notenbank die Drosselung der Käufe von April auf Januar 2023 vorziehen wird.

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