Bitcoin

Blackrock setzt zum ersten Mal auf Bitcoin

Verfasst von MoneyController am 23.01.2021

Blackrock beginnt nun, Bitcoins wirklich ins Visier zu nehmen. Die weltgrößte Vermögensverwaltungsgesellschaft hat angekündigt, dass sie das Bitcoin-Thema (oder, genauer gesagt, das Kryptowährungsthema) in zwei ihrer zahlreichen Fonds einführen wird, den Strategic Income Opportunities und dem Global Allocation Fund. Genauer gesagt, werden die Bitcoin-Produkte sogenannte Derivate bzw. Futures sein. Diese Futures werden in Cash abgewickelt werden können, d. h. es wird keine Notwendigkeit bestehen, den Basiswert zu liefern. Der Grund, um es einfacher auszudrücken, ist, dass Blackrock keine echten Bitcoins kaufen wird. Vielmehr wird sich Blackrock auf die Performance der Kryptowährung konzentrieren und dabei Derivate einsetzen.

Die Nachricht kommt nur wenige Stunden, nachdem Janet Yellen, die nächste US-Finanzministerin, die berühmteste Kryptowährung der Welt diskreditiert hatte, indem sie sie als hochspekulatives Instrument und, noch schlimmer, als geeignet für Geldwäsche bezeichnete. Die Aussagen ließen den Wert von Bitcoin sofort um 17% fallen. Die Kryptowährung hatte zu Beginn des Monats den Wert von 40.000 Dollar überschritten, kehrte aber innerhalb weniger Tage abrupt auf einen Wert von knapp 32.000 Dollar zurück.

Was treibt Blackrock an, gerade jetzt auf Bitcoin zu setzen?

Im Jahr 2018 erklärte Larry Fink, CEO von Blackrock, dass die Vermögensverwaltungsfirma kein Interesse daran habe, in Kryptowährungen zu investieren. Fink selbst erkannte jedoch im letzten Jahr an, wie sehr Bitcoin in der Investmentwelt an Glaubwürdigkeit gewinnt. Auf die Aussagen von Fink folgten die des Managers Rick Rieder, der sagte, Bitcoin könne für lange Zeit ein Vermögenswert sein.

Wie in einem in Forbes veröffentlichten Artikel ebenfalls erläutert wird, könnte das Interesse der Vermögensverwaltungsgesellschaft daher kommen, dass sie verstanden habe: Je länger man auf den Einstieg in den Kryptowährungsmarkt wartet, desto teurer wird es, mit dem Risiko, auf lange Sicht von den Gewinnen abgeschnitten zu werden.

Bitcoin ist, wie auch in der heutigen Online-Ausgabe der FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) geschrieben, derzeit durchaus ein Vermögenswert und wird teilweise sogar als Zahlungsmittel genutzt. Es bleibt jedoch wahr, dass Bitcoin immer noch starken Marktschwankungen unterliegt und von Investoren meist als Instrument für Spekulationen verwendet wird.

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