Bitcoin

Bitcoin, was geht hinter den Kulissen vor sich?

Verfasst von MoneyController am 08.02.2021

Eines der Geheimnisse der Stärke des Bitcoins ist die ständige Medienpräsenz. Die turbulente Entwicklung der Kryptowährung schafft es immer wieder, Schlagzeilen in den Zeitungen zu machen.

Das Bitcoin-Phänomen scheint sich jedoch derzeit in den allermeisten Fällen noch auf Kleinanleger zu beschränken. Der Leiter der Rohstoffabteilung von Goldman Sachs, Jeff Currie, sagte gegenüber CNBC, dass nur 1% der im Umlauf befindlichen Bitcoins, die derzeit 700 Milliarden Dollar wert sind, im Besitz von institutionellen Investoren sind. Neunzig Prozent der in Bitcoin investierten Kleinanleger sind männlich und sehr vertraut mit der Technologie. Die meisten von ihnen haben - unabhängig von ihren Kryptowährungsinvestitionen - ein überdurchschnittliches Einkommen.

Dennoch wächst das Interesse am Bitcoin. Patrick Karb ist Geschäftsführer der Hauck &Aufhäuser Innovative Capital GmbH, einer Tochtergesellschaft der Privatbank Hauck & Aufhäuser, und hat Pionierarbeit bei Kryptowährungsinvestitionen in Deutschland geleistet. Dazu nahm er die Hilfe des Fintech-Unternehmens Kapilendo in Anspruch. Das Investieren in Bitcoin ist in der Tat alles andere als einfach. Es ist nicht nur schwierig, den Trend vorherzusagen, sondern oft ist es auch notwendig, den Kauf wieder aufzugeben, weil die Herkunftsquelle unklar ist. Zum Beispiel muss überprüft werden, dass es sich nicht um potenziell gewaschenes Geld handelt.

Es scheint aber, als wollten immer mehr institutionelle Investoren in Deutschland mit von der Partie sein. Wie Tagesschau.de berichtet, entwickelt die Firma Blocksize Capital Investitionsprogramme für das Bankhaus Scheich und das Münchener Bankhaus von der Heydt. Sie werden bis zum Ende dieses Quartals fertig sein. Das Ziel dieser Banken - deren Software die Kurse von Kryptowährungen synchron vergleichen wird - ist es, Finanzintermediäre beim Kauf von Bitcoin zu werden.

Bis auf wenige Ausnahmen, die es auch in Deutschland gibt (die BISON App oder die Krypto-Bank Bitwala), wird der Kauf und Verkauf von Bitcoins fast ausschließlich von privaten Anlegern abgewickelt. Aber - und damit kommen wir zum Kern der Sache - ein solcher Markt könnte sich für die Vermittlung von institutionellen Investoren öffnen. Und hier wird das wichtigste Spiel für Bitcoin gespielt, das in gewisser Weise über seine Zukunft entscheiden könnte.

Derzeit gibt es viele Börsen, an denen die Kryptowährung gehandelt werden kann, wie z.B. FTX, Binance, Bitstamp und Bitso. Aber es gibt noch viel mehr: Das bereits erwähnte Unternehmen Blocksize Capital entwickelt ein Programm, mit dem mehr als 50 dieser Börsen miteinander verglichen werden können. Ebenso gibt es Handelsplattformen, die spezielle antizyklische und auf Algorithmen basierende Anlagestrategien entwickeln, wie der quantitative Trader Leon Berghoff vom Startup Sixtant gegenüber Tagesschau.de erklärte.

Es bleibt jedoch die Tatsache, dass in der Welt der Kryptowährungen das Eintreten institutioneller Akteure zwei entscheidende Neuerungen bringen könnte. Die erste ist die Verwahrung: Im Moment gibt es für Kleinanleger, die Bitcoins auf ihren Servern speichern, keine Garantie vor möglichen Angriffen von Web-Hackern. Die zweite ist eine Form der Regulierung, die nur aus der Zusammenarbeit zwischen institutionellen Investoren und der Welt der Institutionen entstehen kann.

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