Kryptowährungen

Bitcoins (und andere Kryptowährungen) fallen weiter: Warum ist das so?

Verfasst von MoneyController am 11.05.2022

Es ist sicherlich noch zu früh, um vom Anfang vom Ende der Welt der Kryptowährungen zu sprechen, aber es ist nicht zu leugnen, dass die Preise der wichtigsten Kryptowährungen auf dem Markt, allen voran Bitcoin, dramatisch gefallen sind. Schauen wir uns einige der Gründe, die dies erklären könnten, genauer an.

Kryptowährungspreise fallen weiter

Es ist beeindruckend, dass der Wert eines Bitcoins, wenn auch nur für kurze Zeit, unter 30.000 USD gefallen ist. Allein im November lagen die Bitcoins bei fast 70.000 USD pro Stück. In dieser Hinsicht ist Bitcoin sicherlich nicht allein: die anderen großen Kryptowährungen wie Ethereum, Litecoin, XRP und Dogecoin haben ebenfalls an Wert verloren. Wie Detlev Landmesser ebenfalls in einem Artikel für "tagesschau.de" berichtet, hat Coinmarketcap diese Wertverluste in Summe berechnet. Die Marktkapitalisierung der mehr als 19.300 vorhandenen Kryptowährungen hat sich halbiert, von 3 Billionen Dollar im November auf derzeit 1,5 Billionen Dollar. Aber warum passiert das?

Steigende Zinsen lassen Kryptowährungen sinken

Der erste Grund für den Kursrückgang der Kryptowährungen ist die von der Federal Reserve beschlossene Erhöhung der Zinssätze. Kryptowährungen sind, zumindest perspektivisch, ein alternatives Zahlungssystem zu herkömmlichen Währungen. Darüber hinaus werden Kryptowährungen aufgrund ihrer Fähigkeit, höhere Gewinne zu erwirtschaften, als mögliche alternative Anlage zu den sichereren traditionellen Finanzanlagen betrachtet. Jetzt hat der Dollar dank des Zinsanstiegs am Devisenmarkt wieder an Stärke gewonnen und viele sichere Anlagen sind für Anleger wieder attraktiv geworden. 

Nicht nur Zinsen: Die Unsicherheit an den Märkten treibt auch die Kryptowährung nach unten

Es gibt noch eine weitere Reihe von Gründen, die den Kryptowährungsmarkt belasten. Diese Gründe können auf die allgemeine Unsicherheit an den Märkten zurückgeführt werden. Die Inflation und die Zinssätze wurden durch die Besorgnis über den Krieg Russlands in der Ukraine verstärkt, der bereits ernste wirtschaftliche Folgen außerhalb der beiden Länder hat (steigende Energiepreise und die Aussicht auf Nahrungsmittelknappheit). Darüber hinaus belastet Chinas Eindämmungspolitik nicht nur die Wirtschaft Pekings, sondern auch seine Produktions- und Lieferketten (Toyota hat einen Teil seiner Produktion ausgesetzt und Tesla hat in seiner Gigafactory in Shanghai fast das Gleiche getan). Unter diesem Gesichtspunkt, so schreibt auch Landmesser und zitiert Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege der Deutschen Bank, werden Kryptowährungen als riskante Anlagen behandelt und daher in Zeiten allgemeiner Unsicherheit im Portfolio begrenzt.

MEISTGELESENE ARTIKEL VON HEUTE

MEISTGELESENE ARTIKEL DER WOCHE

MEISTGELESENE ARTIKEL DES MONATS

MEISTGELESENE ARTIKEL DES FINANZFORUMS

Klassifikation anschauen