Vermögensverwaltung

Asset Management wächst auch in Europa - aber Vorsicht bei den Kosten

Verfasst von MoneyController am 12.07.2021

Dass die Pandemie ein traumatisches Ereignis war, steht außer Zweifel. Inzwischen ist jedoch ebenso klar, dass es der Finanzwelt gelungen ist, diese Krise in eine gigantische Chance zu verwandeln. Insbesondere die Asset Management-Branche hat wirklich erstaunliche Ergebnisse erzielt. Was vielleicht nicht jeder weiß, ist, dass dies nicht nur für Nordamerika, sondern auch für Europa gilt.

Laut einer Studie des Beratungsunternehmens McKinsey (die auch im Branchenmagazin Fondsprofessionell erwähnt wird) haben die europäischen Vermögensverwalter im Jahr 2020 das Volumen des verwalteten Kapitals um 5 % erhöht und damit die Summe von 25,2 Billionen Euro erreicht. Wie der Bericht des Beratungsunternehmens hervorhebt, geschah dies trotz der zu verzeichneten starken Schwankungen. Das Nettomittelaufkommen der Vermögensverwaltungsbranche betrug 750 Milliarden Euro.

Die meisten Zuflüsse kamen weiterhin von institutionellen Anlegern. Letztere halten auch den Großteil des verwalteten Vermögens. Ein entscheidender Beitrag zu diesem Wachstum kam jedoch von den Kleinsparern und vermögenden Privatkunden. Deren Nettomittelzuflüssestiegen von 190 Milliarden im Jahr 2019 auf 270 Milliarden im Jahr 2020.

McKinsey weist jedoch darauf hin, dass es auch andere wichtige Anzeichen gibt, auf die es sich zu achten lohnt. Trotz der hervorragenden Börsenentwicklung ist das Verhältnis zwischen Aufwendungen und Erträgen im Vergleich zum Vorjahr mit 59 % nahezu gleich geblieben. Die Kosten sind in der Tat das elfte Jahr in Folge gestiegen. Wie in Fondsprofessionell zu lesen: "Den Anbietern gelingt es nicht mehr vollständig, Skaleneffekte durch ein höheres, verwaltetes Vermögen in höhere Gewinne umzumünzen".

Im Moment kaschieren die guten Ertragszahlen aufgrund der Börsenentwicklung jedoch weitgehend die Kostenprobleme.

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