Anlagen

Anleihen steigen, halten aber Aktien nicht auf

Verfasst von MoneyController am 13.01.2022

Die Finanzwelt bereitet sich auf höhere Zinssätze in diesem Jahr vor. Es ist zu erwarten, dass sich die Anleiherenditen mehr und mehr aus dem negativen Bereich herausbewegen werden. Was wird dann mit dem Aktienmarkt geschehen? Wird der Kurs weiter steigen oder wird es eine Korrektur nach unten geben? Sujata Rao und Danilo Masoni von Reuters haben einen interessanten Artikel zu diesem Thema geschrieben, in dem sie über die Meinungen verschiedener Fachleute berichten. Wir berichten im Folgenden auch über einige von ihnen.

Zinsen werden Anleihen treiben, aber Aktien nicht untergehen lassen

Seit Monaten stellt sich nicht mehr die Frage, ob die Federal Reserve die Zinsen anheben wird, sondern wie viele Zinserhöhungen sie vornehmen wird. Die Rückkehr der festverzinslichen Produkte wird wahrscheinlich bald den Mythos zerstören, dass es keine echte Alternative zu den Aktienmärkten gibt. Das erste Anzeichen dafür kam vom Nasdaq, der das Jahr mit einem Minus eröffnete. Schließlich haben wir zwei Jahre außergewöhnlichen Wachstums an den Märkten hinter uns, ein Wachstum, das so stark war, dass es hier und da den Verdacht von Finanzblasen an den Märkten aufkommen ließ. Ist es an der Zeit, das Aktienportfolio zu entlasten und sich mit Anleihen einzudecken? In ihrem Artikel erwähnen Rao und Masoni die Meinung von JPMorgan und Goldman Sachs, die wie folgt lautet: Egal wie stark sie steigen, die realen Anleiherenditen werden im negativen Bereich bleiben. Vielleicht ist es also besser, Aktien zu kaufen, die in der Zwischenzeit etwas billiger geworden sind.

Verlangsamtes Technologiewachstum und überbewertete Aktiensegmente

Die Schritte, die die Zinsen aus dem negativen Bereich herausführen werden, werden allmählich erfolgen. Solche geldpolitischen Änderungen führen normalerweise dazu, dass die Zinssätze nicht viel über 0% liegen, und in diesem Fall gibt es, wie die Daten zeigen, keine negative Korrelation mit den Aktienmärkten. Sollte die Analyse der historischen Daten nicht ausreichen, kann die Meinung der Banken JPMorgan und Goldman Sachs noch einmal erwähnt werden: Die meisten Unternehmen sind nicht nur finanziell gesund, sondern haben die mit höheren Zinssätzen verbundenen Risiken wahrscheinlich bereits eingepreist. Die einzigen Aktien, die vielleicht direkt unter der Ankündigung der Straffung leiden werden, sind bestimmte Kategorien von Wachstumsaktien, insbesondere aus dem Technologiesektor, die, wie der Artikel feststellt, mit dem Versprechen hoher zukünftiger Erträge gehandelt werden. Ganz zu schweigen davon, dass das Kurs-Gewinn-Verhältnis der Technologiebranche gefährlich hoch war.  

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