Finanzprodukte

Anleihen und Insolvenzen, hier ist das neue Risiko für Anleger

Verfasst von MoneyController am 04.09.2020

Für viele Anleger zeichnet sich eine eher besorgniserregende Situation ab. Tatsächlich zeigen die Daten der großen Ratingagenturen, dass die Zahl der Unternehmen, die einem Insolvenzrisiko ausgesetzt sind und an der Börse notiert sind, wächst. Im Klassifizierungssystem von Moody's, Standard & Poor's so wie Fitch sind viele der am Markt notierten Anleihen von „Ba1/BB+“ auf „CCC“ herabgestuft worden. Der am stärksten von diesem Phänomen betroffene Markt ist der amerikanische, in dem zumindest seit 2009 nicht mehr so ​​viele Insolvenzrisiken bestanden – in diesem Jahr sind es bereits 177 Insolvenzanträge. Was Unternehmen trotz des Risikos dazu bringt, neue Anleihen auf den Markt zu bringen, ist klar: großer Kapitalbedarf. Wir stehen vor einem Teufelskreis, der von hohen garantierten Renditen angetrieben wird. Diese Renditen erfüllen die Bedürfnisse derjenigen Anleger, deren Gewinnmargen immer weiter schrumpfen. Zwei Beispiele, die heute von der Frankfurter Allgemeine Zeitung angeführt werden, sind sehr nützlich, um sich ein Bild von der Situation zu machen. Das texanische Gesundheitsunternehmen Tenet Healthcare hat eine 2,5-Milliarden-Dollar-Anleihe mit einem Rating von „CCC+“ auf den Markt gebracht. Nur eine günstige wirtschaftliche Situation könnte es dem Unternehmen ermöglichen – so die FAZ – diese Schulden zurückzuzahlen. Dann gibt es noch die Immobiliengruppe Modern Land China, die Zinsen bis zu 11,5% garantiert (!). Die Jagd nach (riskanten) Krediten könnte nicht deutlicher sein.

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