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Die Verschuldung steigt und der Run auf Staatsanleihen verlangsamt sich nicht

Verfasst am 25.11.2020

Die deutsche Staatsverschuldung wird innerhalb von zwei Jahren um 30% wachsen. Die Berechnungen wurden auf der Grundlage der geplanten Staatsausgaben von 160 Milliarden durchgeführt. Dies ist der Betrag, den die Bundesregierung bereitstellen wird, um die Folgen der Pandemiekrise einzudämmen. Eine der Auswirkungen, die man bei einem solchen Ausgabeetat erwarten könnte, wäre die zunehmende Schwierigkeit, die notwendigen Finanzmittel auf dem Markt zu beschaffen. Stattdessen werden trotz der Rekordausgaben für die Wirtschaftshilfen, die fast alle Staaten der Welt charakterisieren, immer mehr Staatsanleihen gekauft. Die hohe Liquiditätszufuhr am Markt sowie die starke Nachfrage drücken die Zinsen außerdem nach unten. Was treibt Anleger dazu, diese Wertpapiere zu kaufen? Wir befinden uns in einer Zeit der Unsicherheit und Staatsanleihen stellen einen der möglichen „sicheren Häfen“ für Investitionen dar: Im Vergleich zu einem normalen Unternehmen ist die Kreditwürdigkeit und die Liquidität der Schulden viel besser garantiert. Darüber hinaus besteht, wie der Blackrock-Kapitalmarktstratege Felix Herrmann dem Handelsblatt erklärte, kein enger Zusammenhang zwischen der Verschuldung eines Staates und dem Zustand seiner Wirtschaft. Mehr als in die Schulden, die die Staaten derzeit eingehen, investieren die Anleger daher in eine starke und unmittelbar bevorstehende Erholung der Wirtschaft.

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Von der Rentenreform in Deutschland scheinen alle profitieren zu können

Verfasst am 24.11.2020

Deutschland ist wie das übrige Europa ein Land, dessen Bevölkerung immer älter wird. Seit einiger Zeit ist daher von einer Reform die Rede, die das Rentensystem in den nächsten Jahrzehnten zukunftsfähig machen soll. Eine konkrete Lösung scheint von zwei Forschern des Leibniz-Instituts für Finanzmarktforschung „Sustainable Architecture for Finance in Europe“ (SAFE) zu kommen. Sie heißen Andreas Hackethal und Raimond Maurer und schreiben in ihrem Bericht: „Wird die Mindestauszahlung am Ende der Vertragslaufzeit nur für die Eigenbeiträge, nicht aber für die staatlichen Zulagen garantiert, können deutlich höhere Renditen erzielt werden. Unter dem Strich haben dann nicht nur Privatleute mehr Geld aus ihrer Altersvorsorge, sondern der Staat wird mehr Steuern einnehmen und die Anbieter haben mehr Spielraum für bedarfsgerechte Produktgestaltung.“ Wie sie abschließend sagen, würde dies Folgendes bedeuten: „Unsere Berechnungen zeigen, dass durch diesen Reformvorschlag sowohl die Bürger mit einem höheren Versorgungsniveau, die Produktanbieter mit höheren Gebühreneinnahmen als auch der Staatshaushalt mit höheren Einnahmen aus der nachgelagerten Besteuerung profitieren würden.“ Die Synergie zwischen öffentlicher Unterstützung und diversifizierten Investitionen auf den Finanzmärkten – kurz gesagt eine Art gemischte Lösung – scheint auch langfristig die Grundlage für eine erfolgreiche Rentenlösung zu sein.

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Renditen: Wo soll man sie derzeit suchen?

Verfasst am 23.11.2020

2020 erwies sich auch unter dem Gesichtspunkt der Rendite als schlechtes Jahr. Die britische Investmentgesellschaft Janus Henderson zeigt dies auf. Der Fondsanbieter untersuchte 1.200 Unternehmen und errechnete, dass die an Anleger in einem Jahr gezahlten Dividenden um 17% bzw. 224 Mrd. sanken. In Europa ist der Euro Stoxx 50 Index auf das Niveau von vor 5 Jahren zurückgekehrt. Es gibt auch keine wesentlichen Unterschiede zwischen Investmentfonds und ETFs: Beide haben unter der Krise gelitten. Da die Zinssätze für Staatsanleihen von der EZB auf einem Minimum gehalten werden, fragen sich viele Anleger, wo noch Renditen zu finden sind. Eine mögliche Antwort wird von Janus Hendersons Bericht vorgeschlagen und lautet: in den USA. Trotz der Krise haben amerikanische Unternehmen praktisch die gleichen Gewinne erzielt wie im Vorjahr. Der S&P 500 ist immer noch 40% höher als vor 5 Jahren. Microsoft ist das Unternehmen, das es uneingeschränkt geschafft hat, die höchsten Dividenden auszuschütten. Obwohl die USA der Champion der Dividenden ist, haben einige deutsche Unternehmen auch überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt. Insbesondere Allianz, Siemens, Bayer und BASF garantierten den Anlegern eine Rendite von 4% gegenüber einem weltweiten Durchschnitt von 2,5%.

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Nachhaltige Revolution: Auch Finanzberater müssen ihren Beitrag leisten

Verfasst am 21.11.2020

Bezüglich der nachhaltigen Revolution sagte Deutsche Bank Chef Christian Sewing: „Es gibt viel Kapazität bei uns Banken, diese Transformation zu finanzieren. Aber die Transformation ist gigantisch“. Dann fügte er hinzu: „Wir brauchen eine ausbalancierte Regulierung, damit wir nicht nur die Pandemie bekämpfen, sondern auch die künftige Transformation begleiten können“. Die Finanzwelt verändert sich. Sowohl die Nachfrage als auch das Angebot an Finanzprodukten bewegen sich in Richtung Nachhaltigkeit und ESG-Produkte, ein Akronym, das heute in der Branche wohl bekannt ist. Das Akronym ESG wird für Investitionen verwendet, die sich positiv auf die Bereiche Umwelt („Enviromental“), Soziales („Social“) und gute Unternehmensführung („Corporate governance“) auswirken. Wie Sewing betont, ist es entscheidend, dass sich alle beteiligten Akteure in diese Richtung bewegen, um einen Prozess zur Reife zu bringen, der durch die Herausforderungen der Zukunft unvermeidlich wird. Einschließlich Finanzberater und Vermögensverwalter. Wie Christian Waigel, Gründer der Münchner Kanzlei Waigel Rechtsanwälte, in einem Online-Artikel schrieb: „Grundsätze der Nachhaltigkeit sollen auch in Anlageberatung und Vermögensverwaltung Einzug halten, die Versicherungsvermittlerrichtlinie und die Finanzmarktrichtlinie MiFID II sollen dafür ergänzt werden. Zukünftig sollen Berater ihre Kunden nach deren Präferenzen hinsichtlich Ökologie, sozialer Gerechtigkeit und Good Governance fragen“. Kurz gesagt: Indem Finanzberater ESG-Produkten den Vorzug geben oder zumindest ihre Kunden darüber angemessen informieren, können auch sie ihren Beitrag leisten.

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Warum wird der Euro derzeit dem Dollar vorgezogen?

Verfasst am 20.11.2020

Nach Angaben der Society of Worldwide Interbank Telecommunications (Swift) war der Euro im Oktober nach Anzahl der Transaktionen die führende Währung der Welt. Der Anteil der in Euro geleisteten Zahlungen betrug tatsächlich 37,8% gegenüber 37,5%, die dem Dollar zugeordnet sind. Dies ist seit 2013 nicht mehr geschehen. Die Rezession und der Handelskonflikt mit China scheinen die vernünftigsten Gründe zu sein, um die momentane und erkennbare Schwierigkeit des Dollars zu erklären. Es darf nicht vergessen werden, dass der Monat Oktober den Wahlen vorausging, deren Ausgang alles andere als voraussehbar war. In Europa sind die anderen am häufigsten verwendeten Währungen nach dem Dollar das Pfund, der japanische Yen und mit etwas Abstand der kanadische Dollar und der chinesische Yuan. Wenn man Europa aus den Ergebnissen herausnimmt, weist der Dollar im Rest der Welt mit über 41% wieder den höchsten Prozentsatz an Zahlungen auf. Auch am Finanzmarkt bleibt der Dollar absolut beherrschend: Im Oktober deckten Transaktionen in Dollar 85,5% der Finanztransaktionen ab. Selbst auf dem Devisenmarkt hält der Dollar als Reservewährung mit einem Marktanteil von 60% immer noch den Spitzenplatz.

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Bitcoin: Auf dem Weg zu einem neuen Rekord?

Verfasst am 19.11.2020

Gestern hat der Wert eines Bitcoins 18.000 US-Dollar überschritten. Obwohl der Wert des Kryptogeldes am Ende des Tages wieder auf 17.600 USD gefallen war, hat diese Tatsache viele Anleger beeindruckt. Mit Bitcoin verbindet man nur eine Stimmung: die eines möglichen neuen Rekords. Im Jahr 2017 erreichte die Kryptowährung einen Wert von fast 20.000 US-Dollar. Da jüngere Anleger Bitcoin eher als sicheren Hafen als ein Mittel für Marktspekulationen betrachten, ist es für den Bitcoin normal, seinen Wert in einer Krisensituation zu steigern. Dahinter steckt jedoch noch mehr. Zunächst sollen wir nicht vergessen, dass Pay Pal Bitcoin verwenden möchte, um eine neue Zahlungsform zu entwickeln. Darüber hinaus investieren immer mehr Banken und institutionelle Anleger Zeit und Ressourcen in die Vorbereitungen zur Entwicklungkompatibler Zahlungssysteme mit Kryptowährungen. Dies ist daher eine besonders günstige Situation für den Bitcoin. Wie der IG-Analyst, David Iusow, in der ARD feststellte, ist es jedoch wichtig, auf Spekulationen zu achten, insbesondere auf die Blasen, die viele Hedge-Fonds durch das schnelle Wachstum des Bitcoin-Werts erzeugen könnten.

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ETF-Sparplan: Zeit für den Einstieg?

Verfasst am 18.11.2020

Die internationale Situation scheint sich endlich beständig verbessern zu können. Natürlich geben die Nachrichten über die Impfstoffe Vertrauen. Darüber hinaus scheinen auch die Nachrichten über die Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft weiteren Optimismus zu schenken. Sind dies also die Voraussetzungen, um wieder sicher an den Aktienmärkten zu investieren? Sicherlich. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass einige Marktturbulenzen auftreten könnten. Aus diesem Grund bieten immer mehr Banken - so das Handelsblatt - ihren Kunden ETF-Sparpläne an. In einer Situation des psychologischen Unbehagens wie der, die wir durchlebt haben und in der wir noch eine Weile leben müssen, sind Sparpläne eine ziemlich sichere und dazu passende Anlageform. Tatsächlich garantieren sie mittel- und langfristig den Aufbau eines kleinen Vermögens mit einem relativ geringen Aufwand seitens der Sparer. Einige Sparpläne sehen Investitionen ab sehr geringen Beträgen von 25 oder 50 Euro pro Monat vor. Welche Rolle spielen hierbei ETFs? In einen Marktindex zu investieren, bedeutet, wie die Historie der Börsenkurse zeigt, ziemlich sicher zu verdienen, solange man in diesem Fall auch mittel- und langfristig denkt. Hinzukommt, dass die Anlage in einen Index wie die Anlage in einen Fonds ist, der an sich schon eine diversifizierte Investition darstellt, da ein Marktindex aus verschiedenen Wertpapieren besteht. Aus diesem Grund scheinen sich ETFs und Sparpläne, insbesondere heute, sehr gut zu ergänzen.

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ESG ist gut, aber Vorsicht vor „Greenwashing“

Verfasst am 17.11.2020

In den kommenden Monaten und insbesondere in den nächsten Jahren sollten viele Anleger bei der Auswahl einer wirklich nachhaltigen Investition zunehmend vorsichtig sein, um Fälle von „Greenwashing“ (wörtlich: „Grünwaschen“) zu vermeiden. „Grüne“ Investitionen sind aus ökologischer Sicht nichts anderes als nachhaltige Investitionen. Sehr oft berücksichtigen sie auch soziale und Unternehmensführungs-Aspekte. In diesem Fall sprechen wir von ESG-Investitionen (Enviroment, Social, Governance). In der Finanzwelt wird diese Form der Investition heute in jeder Hinsicht als Megatrend betrachtet, d. h. als Trend, der sich mittel- und langfristig als vorherrschend durchsetzen wird. Es ist natürlich, dass einige Produkte versuchen werden, durch die Nutzung des ESG-Labels sich ihren Weg in den Finanzmarkt zu bahnen. Die Globalance Bank hat eine Plattform entwickelt, die dem Vergleich von ESG-Produkten dient. Auf der Plattform wird börsennotierten Wertpapieren ein Rating zugewiesen, um zu erkennen, inwieweit es sich um ESG-Investitionen handelt oder nicht. Die Schaffung zuverlässiger Vergleichsmessgrößen ist ein erster Schritt, um zu verhindern, dass aus einer zukunftsorientierten Anlagestrategie ein billiges Label wird.

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Wachstumsimpulse aus Japan und der von Biden versprochene Öko-Boom: Das sind die Aussichten für 2021

Verfasst am 16.11.2020

Asiatische Euphorie und ein grüner Boom in den USA: So sehen die Optimisten 2021. Mit insgesamt +2% haben die asiatischen Märkte die Nachrichten aus Japan gerade mit Optimismus aufgenommen. Tokios BIP stieg im letzten Quartal um 21,4%, ein Wachstum, das seit vielen Jahren nicht mehr zu beobachten war. Darüber hinaus hat Tokio angekündigt, dass die in diesem Jahr ausgefallenen Olympischen Spiele im nächsten Jahr 2021 stattfinden werden. Dies wurde von Präsident Yoshihide Suga bestätigt. Es handelt sich um ein Ereignis mit einem hohen symbolischen Wert, das als „Beweis, dass die Menschheit das Virus besiegt hat“ gefeiert werden wird, sagte der Premierminister. Japan hat die Pandemie übrigens auf wirklich überraschende Weise bewältigt: Es verzeichnet einige hundert Fälle pro Tag und die Todesfälle überschreiten nicht die 2.000er-Marke. In der Zwischenzeit scheint eine weitere Neuigkeit den Märkten neues Leben einzuhauchen. Das von Joe Biden angekündigte Konjunkturprogramm sieht zwei Billionen Dollar für den Wirtschaftssektor basierend auf ökologischer Nachhaltigkeit vor: „Wenn Donald Trump an den Klimawandel denkt, denkt er: 'Fake' (Falschmeldung), ich denke: 'Jobs'“, schrieb er vor einiger Zeit. Die Strategie, die Biden umsetzen wird, wird daher, wie definiert, die eines grünen New Deal sein, eines Relaunchs öffentlicher Investitionen, die auf zunehmend nachhaltige Unternehmen ausgerichtet sind. Nach einem verlorenen Jahr 2020 könnte 2021 ein Jahr voller großer Chancen werden.

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„Fair FinanceWeek“: So sollte die Finanzwirtschaft der Zukunft sein

Verfasst am 14.11.2020

Frank Pierschel von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sagte auf der Fair Finance Week: „Jeder Euro, der heute nicht in Nachhaltigkeit investiert wird, wird in zehn bis 15 Jahren verloren sein.“ Die Veranstaltung, die von einem Netzwerk von Unternehmen organisiert wurde, die sich für die Förderung nachhaltigkeitsorientierter Finanzprodukte einsetzen (die Evangelische Bank, die Triodos Bank, Oikocredit, GLS Bank), zeichnete ein Bild der Finanzwirtschaft der Zukunft – eine Finanzbranche, deren Erfolg davon abhängt, wie sehr sie in der Lage sein wird, die Herausforderung der Nachhaltigkeit anzunehmen. Wie während des Kongresses betont wurde, hat diese Krise gezeigt, wie sehr einige in den letzten Jahren durchgeführte Reformen, insbesondere hinsichtlich der Liquidität und der Kapitalisierung von Banken, dazu beigetragen haben, diese Krise nicht in eine echte Katastrophe ausarten zu lassen. Fortschritte wurden auch in Bezug auf die Flexibilität der Arbeitszeiten und des Home Office erzielt. Ökologische Nachhaltigkeit wird jedoch die große Herausforderung sein, die in den Mittelpunkt jeder Diskussion gerückt werden wird, sobald die Pandemie überwunden ist. Die Pandemie hat gezeigt, wie wichtig die Bedeutung der Gesundheit für die wirtschaftliche Entwicklung ist und dass plötzliche Ereignisse (von denen das nächste eine Umweltkatastrophe sein könnte) die Welt innerhalb weniger Wochen aus dem Gleichgewicht bringen können. Die Finanzwirtschaft - das ist die Botschaft - darf nicht nur zusehen, sondern muss als aktiver Akteur bei diesem Wandel fungieren und den Übergang eines Entwicklungsmodells unterstützen, das neben Wachstum auch Nachhaltigkeit als Leitlinie hat.

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Die Situation des Immobilienmarktes

Verfasst am 13.11.2020

Wie verändert sich der Immobilienmarkt in Deutschland? Die Krise hat die Nachfrage nach größeren Häusern erhöht, ein gewisses Interesse an Häusern in ländlichen Gegenden ist zurückgekehrt und die Nachfrage nach neuen Bürogebäuden ist zurückgegangen. Aber die Preise für Häuser und Wohnungen sowie die Mieten sind trotz der Krise weiter angestiegen. Diese Tatsache wurde kürzlich auch von der Bundesbank sowie vom größten deutschen Immobilienunternehmen, Deutsche Wohnen SE, bestätigt. Die an der Börse notierten Aktien der Deutsche Wohnen könnten zum Jahresende sogar ein Wachstum um bis zu 6% sehen. Dies würde bedeuten, auch für dieses Jahr einen Immobilien-Mini-Boom zu verzeichnen. Der Kauf von Häusern in dieser Zeit wird stark durch die niedrigen Hypothekenzinsen begünstigt, die die Geldpolitik der EU widerspiegeln. Aber den immer günstiger werdenden Hypothekendarlehen entsprechen immer höhere Immobilienpreise. Nur im Osten Deutschlands steigern Häuser ihren Wert nicht so sehr. Dies ist aber an sich kein gutes Zeichen. Einige Kommentatoren waren in diesem Punkt deutlich. Der Grund ist, dass dort die wirtschaftlichen Perspektiven entschieden geringer sind als im Westen. Die Rechnung geht auf, wenn man darüber nachdenkt, dass die großen Städte, obwohl sie am stärksten von der Pandemie betroffen sind, immer noch die besten Lebensbedingungen und die besten Beschäftigungsaussichten garantieren. All dies spiegelt sich in den Immobilienpreisen wider.

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Die Deutschen sind immer noch ein wenig abgeneigt, am Aktienmarkt zu investieren

Verfasst am 12.11.2020

Trotz der Krise behielten deutsche Sparer die Nerven und sparten weiter. Dies bedeutet jedoch nicht, dass das Vertrauen in die Aktienmärkte gestiegen wäre. Eine Umfrage im Auftrag der Postbank zeigt, dass nur noch rund 28% der Deutschen in Aktien oder Fonds investieren. Wie Karsten Rusch von der Postbank bemerkte, ist die Widerstandsfähigkeit des Aktienmarktes jedenfalls einigermaßen überraschend: „Im März büßte der DAX fast 40 Prozent seines Wertes ein. Trotzdem haben viele Anleger einen kühlen Kopf bewahrt, Anteile gehalten oder sogar aufgestockt. Die Belohnung folgte auf dem Fuße, da sich die Aktienkurse innerhalb einer Rekordzeit wieder erholten.“ Allerdings gaben nur 4% derjenigen, die nicht investieren, an, die Idee, früher oder später zu investieren, nicht auszuschließen. Es handelt sich hauptsächlich um Männer, während nur 1% der Frauen planen, eventuell Aktien zu kaufen. Am Ende der Umfrage, an der mehr als 1.000 Personen teilnahmen, schlägt die Postbank vor, Sparpläne als mögliche Investitionsform in Erwägung zu ziehen, die als sichere und langfristige Produkte konzipiert sind, da sie jeden Monat regelmäßig geringe Zahlungen erfordern und diversifiziert in Märkte investieren.

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