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Was geschieht beim DAX?

Verfasst am 26.09.2020

Leider scheint der Moment, den die Märkte so gefürchtet haben, gekommen zu sein. Mit dem Wiederaufleben der Pandemie erleben wir einen allmählichen Ausverkauf vieler Aktien an den Aktienmärkten. Im Übrigen verhinderten nur die Ankündigungen neuer Liquidität durch die Fed (Federal Reserve), dass die amerikanischen Märkte (Dow Jones + 1,34% und Nasdaq +2,26%) mit einem negativen Vorzeichen schlossen. In Deutschland endete jedoch gestern eine Woche, die man lieber vergessen möchte. Gestern verzeichnete der DAX 30 ein Minus von 1,19% und verlor seit Wochenbeginn insgesamt bis zu 5%. Mit der Aussicht auf eine künftige Reduzierung des Transports ist der Ölpreis gefallen, und sogar das Gold hat leicht an Boden verloren. Die wirkliche Überraschung gestern war jedoch der schwache Börsenstart des Rüstungselektronik-Konzerns Hensoldt. Der Aktienkurs wurde am unteren Ende der Angebotsspanne, auf 12 Euro festgesetzt, da bekannt war, dass die Aktien zur Rückzahlung der Schulden des Unternehmens verwendet wurden. Trotz eines so niedrigen Preises hatten die Märkte das Gefühl, dass die Aktien des Unternehmens überbewertet waren. Bayer und BMW hingegen scheinen auf dem besten Weg zu sein, ihre in den USA ausgebrochenen Rechtsstreitigkeiten beizulegen (Glyphosate für die ersteren und der Abgasskandal für die letzteren), aber sicherlich belasten die enormen Kosten, die auf sie zukommen werden, und deshalb haben ihre Aktienkurse gestern negativ geschlossen. Wieder einmal waren es die amerikanischen Technologiegiganten, die die einzigen guten Resultate erzielen konnten. Mit dieser Woche ist, sozusagen, der Herbst schließlich auch an der Börse angekommen.

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Warum ist es so schwierig, die richtige Anleihe zu finden?

Verfasst am 25.09.2020

Man würde es kaum glauben, aber die richtige Anleihe zu finden, in die man investieren kann, ist schwieriger als man denkt. Schauen wir uns einige Beispiele an, die von der FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) angeführt wurden. Die Kion-Gruppe mit Hauptsitz in Frankfurt, Marktführer in der Herstellung von Gabelstaplern und in Lagertechnik. Das Schweizer Pharmaunternehmen Novartis. Carlsberg, der bekannte internationale Brauer aus Dänemark. DerMondelez-Lebensmittelkonzern. Und Maxeda, das niederländische Einzelhandelsunternehmen. Nun, all diese sind solide Unternehmen mit guten Aussichten, auf die viele Anleger ohne große Sorgen setzen könnten. Für einen privaten Investor ist es jedoch praktisch unmöglich, in sie zu investieren. Der Grund hierfür ist, dass aus Gründen des Anlegerschutzes ein Basisinformationsblatt und Informationen zu Risiken bereitgestellt werden müssen. Die genannten Unternehmen geben daher lieber Anleihen in einer Stückelung von mindestens jeweils 100.000 Euro an institutionelle Anleger aus, für die nicht die gleichen Verpflichtungen gelten wie für Privatanleger. Dies führt zu deutlich geringeren Verwaltungskosten. Das Paradoxon besteht, wie die FAZ betont, darin, dass Privatanleger keine Beschränkungen für gefährlichere Anlagen wie die Hebelzertifikate auf die Wirecard-Aktie oder Erdölaktien haben, die weitaus volatiler sind.

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Die EZB wird auch „grüne“ Anleihen ankaufen

Verfasst am 24.09.2020

Die EZB hat bekannt gegeben, dass sie „grüne“ Anleihen als Garantie für ihre Geldpolitik akzeptieren wird. Der Ankauf dieser Anleihen zur Finanzierung von Unternehmensprojekten, die bestimmte Kriterien der ökologischen Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes erfüllen, könnte daher auch im Rahmen der Konjunkturpläne bezüglich der Pandemie, dem PEPP („Pandemic Emergency PurchaseProgram“) und dem APP („Asset Purchase Program“) erfolgen. Wie ebenfalls erwähnt wurde, handelt es sich hierbei nicht um ein „grünes“ QuantitativeEasing (QE), sondern um einen Schritt zur Förderung von immer mehr Klima- und Umweltschutzprojekten. Tatsächlich sind nicht alle Unternehmen dazu geneigt, „grüne“ Aktien aufzulegen. Viele dieser Anleihen bieten niedrigere Zinsen als ihre „nicht grünen“ Gegenstücke. Die Tatsache, dass die EZB ein potenzieller Käufer wird, dürfte zweifellos den Markt stärken und eine zunehmende Liquidität erzeugen. In jedem Fall wäre es eine echte Innovation, wenn die EZB auch mit eigenen „grünen“ Anleihen in den Markt eintreten würde. Bisher wurde diese Möglichkeit jedoch noch nicht einmal diskutiert. Wie jedoch der große Erfolg des Bundes zeigt, der kürzlich seine „grünen“ Anleihen auf den Markt gebracht hat, wären die Anleger bereit, diese in Hülle und Fülle zu kaufen. 

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Die Inflation in der EU sollte möglicherweise neu berechnet werden

Verfasst am 23.09.2020

Vielleicht sollte die Berechnung der Inflation im Euro-Wirtschaftsraum korrigiert werden. Sogar EZB-Beamte beginnen so zu denken. Die Inflation in Europa ging in den Monaten des Lockdowns zurück, was jedoch nicht für alle Wirtschaftssektoren einheitlich war. Zum Beispiel: Benzin, das aufgrund der geringeren Reisekosten quasi niemand brauchte, kostete sehr wenig. Lebensmittel hingegen haben ihren Preis deutlich erhöht. Auch die Kosten für eigengenutzte Immobilien sind gestiegen und mit ihnen auch die Immobilienpreise. Insbesondere hinsichtlich des letzten Punktes fragen sich die Analysten, warum dieser Parameter noch nicht in die Berechnung der Inflationsrate einbezogen wird. EZB-Präsidentin Christine Lagarde selbst diskutiert dies seit einiger Zeit mit ihren Mitarbeitern. Es darf nicht vergessen werden, dass auch die Aktien ihren Wert erhöht haben. Aber bezüglich der Inflation, die die EZB entsprechend der Statuten berechnen muss, d.h. die Entwicklung der Preise von Gütern und Dienstleistungen, hat die FAZ beispielsweise den Vorschlag zur Verwendung des BIP-Deflators vorgeschlagen. Es ist ein Index, der sich mehr auf den Anstieg der Preise und weniger auf den Anstieg des Ölpreises bezieht. Schwieriger scheint es zu sein, ein Kriterium wie die Inflationserwartungen einzuführen, das ein sogenanntes „statistisches Rauschen“ erzeugen würde. Natürlich wird in einer Zeit intensiver Geldpolitik die Berechnung der Inflation ausschlaggebend sein für die künftigen Entscheidungen der Zentralbank.

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Steigende Target2-Salden - eine Gefahr für Deutschland?

Verfasst am 22.09.2020

Die Forderungen der Bundesbank an die Europäische Zentralbank steigen weiter. Allein im August wuchsen sie um 37 Milliarden und innerhalb eines Jahres um 17,6%. Insgesamt: 1.056 Mrd. EUR. Wir sprechen über das einheitliche europäische Zahlungssystem Target2, das Geldtransfers innerhalb der Union abwickelt. Das Trans-European Automated Real-Time Gross Settlement Express Transfer System (Target2) ist ein System, das Geldtransfers zwischen Banken innerhalb der Europäischen Union koordiniert und dazu dient, die Bankensysteme verschiedener Länder zu vereinheitlichen. Die Daten liefern jedoch keine genauen Angaben zur Art der Geldbewegungen. Im Falle Deutschlands kann der plötzliche Anstieg zwei Gründe haben. Der erste ist das klassische Handelsdefizit, das sich aus den Exporten ergibt. Beispiel: Ein europäischer Kunde kauft eine Reihe von Autos von einem deutschen Hersteller und die Bank dieses Kunden verpflichtet sich, den Kaufbetrag an die Referenzbank des Unternehmens zu zahlen. Die EZB meldet, dass die deutsche Bank ein Guthaben bei der Bank des Käufers hat. Ein weiterer Grund ist die Geldpolitik der EZB. Die Anleihen von Ländern in Schwierigkeiten werden von der EZB aufgekauft, aber die Banken, die diese Anleihen verkaufen geben als Garantie die solidesten Anleihen, nämlich die deutschen. Aber wie hoch ist das Risiko für Deutschland durch ein solch hohes Forderungsvolumen? Für einige Kommentatoren nur ein sehr geringes, da es sich lediglich um Verrechnungssalden handelt. Für andere entspricht dieses Risiko, angesichts der Tatsache, dass der Transferfluss auf Länder mit einem gewissen (wenn auch entfernten) Insolvenzrisiko gerichtet ist, der wirtschaftlichen Stärke dieser Länder.

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Startet die Wirtschaft nicht erneut durch? Die Risiken von Börseninvestoren steigen

Verfasst am 21.09.2020

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel hat ihren gewohnten Quartalsbericht veröffentlicht, in dem eindeutig dargelegt wird, dass die Wechselkurse derzeit vollständig vom wirtschaftlichen Umfeld entkoppelt sind. Die maßgebliche Bank, die Devisenreserven für Zentralbanken verwaltet und einige geldpolitische Richtlinien vorgibt, zeigt sich besonders pessimistisch bezüglich der wirtschaftlichen Zukunft Europas und der übrigen Welt. Die wirtschaftliche Katastrophe, die durch den Lockdown verursacht wurde, könne sich wahrscheinlich wiederholen, wenn die Infektionen weiter zunehmen (wie es derzeit geschieht). An der Börse hingegen scheint die Pandemie nicht einmal stattgefunden zu haben. Der Grund, warum davon ausgegangen wird, dass der Aktien- und Rentenmarkt trotz der Krise des wirtschaftsproduktiven Umfelds weiter wächst, ist nur ein einziger: die von den Zentralbanken bereitgestellte Liquidität. Bestätigt wird dies durch die Tatsache, dass die Anleger nur noch zu beruhigen sind, wenn vertrauenerweckende Ankündigungen von Zentralbanken, wie der des Leiters der Fed Jerome Powell, vorliegen, der letzte Woche die Verlängerung der Nullzinspolitik angekündigt hat. Trotzdem wächst ohne eine starke Wirtschaft im Rücken das Risiko, dass sich der Aktienmarkt an die reale Situation anpassen muss. Und das könnte einen scharfen Zusammenbruch vieler Wertpapiere bedeuten.

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Lebensversicherung: Was bedeutet ein Run-off?

Verfasst am 19.09.2020

Die Lebensversicherungen verlieren an Boden. Insbesondere sind es die Versicherer, die meinen, dass es sich nicht mehr lohnt. Generali Leben, die an die Viridium-Gruppe verkauft wurde und zu Proxalto wurde, und Ergo Leben beispielsweise haben ihre Lebensversicherungsaktivitäten eingestellt und widmen sich nun ausschließlich dem Portfoliomanagement. Der Verband der Versicherten (BdV) gab bekannt, dass sogar die Allianz viele Versicherungspolicen abwickeln wolle. Dagegen veröffentlichte ein Vertreter der Allianz eine Erklärung, dass dieser Verkauf nicht einmal zur Diskussion gestanden hätte. Ein Run-off besteht aus der Kündigung des Versicherungsvertrages oder dem Verkauf des Geschäfts an Dritte. Im letzteren Fall bekommen die Versicherungsnehmer einen neuen Vertragspartner und ein Produkt, das die gleichen Garantien wie das vorherige hat. Run-offs sind in der Regel Operationen, bei denen über Kündigungsbedingungen verhandelt wird. Sie werden häufig als Verstoß gegen den impliziten Vertrauenspakt zwischen Versicherer und Versicherungsnehmer angesehen. Anstatt voreilige Entscheidungen zu treffen, empfehlen Experten, sich in diesen Situationen auf eine unabhängige Finanzberatung zu verlassen. Wir haben uns jedoch noch nicht nach dem Grund für diese Veräußerungen gefragt. Eine mögliche Antwort liegt in der niedrigen Verzinsung, die diese Art von Aktivität, in Zeiten wie diesen, die wir gerade erleben, denjenigen garantiert, die sie anbieten.

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Vermögensverwaltung ist (noch) kein Geschäft für Frauen

Verfasst am 18.09.2020

Von 2016 bis heute ist der Anteil weiblicher Vermögensverwalter weltweit von 10,3% auf 11% gestiegen. Mit dieser Rate kann sicherlich eine Parität in der Branche erreicht werden. Aber erst im Jahr 2215. Die Daten stammen aus dem „Alpha Female Report“ des Citywire-Magazins. In Deutschland ist der Anteil der in diesem Sektor tätigen Frauen in den letzten Jahren um 50% gestiegen. Ein gutes Ergebnis, das sich jedoch mit großer Verzögerung in die bereits fortgeschrittene Entwicklung im Rest der Welt einreiht. Nur 6% der Vermögensverwalter in Deutschland sind Frauen. Der Anteil in Spanien beträgt 22%, in Hongkong 27%. Nur die Vereinigten Staaten haben eine ähnliche Zahl wie die Deutschen, nämlich 9%. Die Ungleichheit zeigt sich auch bei den verwalteten Vermögenswerten. Frauen alleine verwalten nur 5% des Gesamtkapitals unabhängig. Das von Frauen verwaltete Geld scheint jedoch proportional etwas mehr einzubringen. Warum wird dann aber in der Branche keine Parität erreicht? Die Gründe sind vielfältig. Die Finanzberufe sind oft Männern vorbehalten, weil sie schlechter mit familiären Verpflichtungen vereinbar sind (viel Stress, unflexible Arbeitszeiten, Mangel an Freizeit). In einigen Fällen gibt es auch ein echtes soziales Vorurteil (das manchmal zu verwerflicher Diskriminierung führt), so dass man Männern mehr vertraut, da sie traditionell geschäftlich mehr eingebunden sind als Frauen. Der Weg zur Gleichstellung scheint lang. Trotzdem ist es nicht unmöglich. Unternehmen wie Schroder oder Eurizon haben es geschafft, jede dritte Stelle mit einer Frau zu besetzen. Warum sollte man nicht endlich anfangen, dies auch woanders umzusetzen?

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Börse: Boom oder Blase?

Verfasst am 17.09.2020

Wie hat es der Aktienmarkt, insbesondere der amerikanische Technologiemarkt, geschafft, in einer der schwierigsten Zeiten der letzten zwanzig Jahre alle Rekorde zu brechen? Es gibt zwei mögliche Antworten. Entweder stehen wir vor einer der furchterregenden Finanzmarktblasen, oder die Aktien, die bisher so stark gewachsen sind, sind gut gerüstet, um diesen Krisenzeiten standzuhalten. Die Verluste an der Nasdaq - vor allem der sensationelle von Tesla - lassen uns zumindest an eine Überbewertung glauben. Aber vielleicht ist das nicht der Fall. In einem in „Die Welt am Sonntag“ veröffentlichten Artikel wird eine signifikante Parallele aus der Geschichte der Börse angeführt. Es handelt sich um die Geschichte der Nifty Fifty, Unternehmen, die fast dreißig Jahre lang die NYSE (New York Stock Exchange) angetrieben haben. Jeremy Siegel spricht darüber unter anderem in seinen „Stocks for the Long Run“. Diese Unternehmen, die sich in den 60er Jahren stark profiliert hatten, erlitten Anfang der 70er Jahre einen Zusammenbruch, erholten sich jedoch und trieben den Markt bis fast in die 90er Jahre weiter voran, als Garanten für Gewinne. In einer Welt, die sich einem raschen wirtschaftlichen Wandel unterzog und von einer Politik hoher Zinsen, wie der der 1980er Jahre, belastet war, gerieten diese Unternehmen erst nach zwanzig Jahren wirklich in eine Krise. Heutzutage scheinen amerikanische Technologieunternehmen einerseits die sozioökonomischen Veränderungen zu interpretieren und andererseits von einer von der Federal Reserve garantierten Geldpolitik zu profitieren (Powell hat garantiert, dass die Zentralbank die Zinsen nahe Null halten wird). Darüber hinaus bieten die Renditen von Staatsanleihen, die sicherlich einen sogenannten sicheren Hafen darstellen, erwartete Renditen von 0,7% pro Jahr. Zu wenig für diejenigen, die auf der Jagd nach einem Gewinn an der Börse sind. Ebenso in „Die Welt am Sonntag“ wurde aber geschätzt, dass die jährliche Rendite des S&P 500 und des Nasdaq 3,6% bzw. 2,7% pro Jahr betragen werde. Wenn diese Daten jedoch in die Gewinnaussichten der Unternehmen selbst integriert werden, steigen die Gewinne schnell auf + 9,6% und + 7,3%. Kurz gesagt, auf der Grundlage des hier Beschriebenen scheint es daher, dass es trotz der größeren Risiken, die sicherlich am Aktienmarkt bestehen, kein Allheilmittel gibt: Für diejenigen, die auf der Suche nach Renditen sind - solange die Geldpolitik so bleibt - gibt es nicht viele Alternativen.

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Warum heben Aktien-ETFs nicht ab?

Verfasst am 16.09.2020

ETFs sind nicht alle gleich. Diese Form des automatisierten Sparens, das sich aus indexgebundenen Fonds an der Börse zusammensetzt, überzeugt gewiss immer mehr Anleger, die allein im Juni 25 Milliarden in diese Finanzinstrumente investiert haben. Wie Stefan Kuhn, Leiter des ETF-Anbieters SPDR Deutschland (der zur State Street gehört), in einem Interview mit der FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) erklärte, ist der Erfolg von ETFs sowohl institutionellen als auch privaten Anlegern zu verdanken. Aber vielleicht sind es gerade die privaten Investoren, die den Markt entscheidend vorantreiben. Institutionelle Anleger investieren laut Kuhn zwar in ETFs, bevorzugen jedoch häufiger komplexe Strategien, bei denen Spezialfonds eingesetzt werden – Instrumente, die möglicherweise riskanter und teurer sind, aber sicherlich flexibler. Die Präferenzen privater Sparer richten sich dagegen an einer umfangreichen Produktpalette von ETFs aus. Aber sie vernachlässigen Aktien-ETFs. Der Grund? Derzeit bietet der ETF-Anleihemarkt sowohl unter Risiko- als auch unter Liquiditätsgesichtspunkten mehr Absicherung. Außerdem werden Aktien-ETFs, wie aus dem oben erwähnten Interview hervorgeht, von institutionellen Investoren eher als kurzfristige Instrumente bzw. zur flexiblen Adjustierung ihrer Anlagestrategie genutzt. SPDR ist einer der größten ETF-Anbieter in Europa, in einem Markt, der unumstritten von zwei Giganten wie BlackRock und I-Share dominiert wird.

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Die Krise beschleunigt den Übergang von Bargeld zu digitalem Bezahlen

Verfasst am 15.09.2020

In einer Umfrage der Unternehmensberatung PwC Strategy wurde deutlich, dass sich in Europa der Übergang von Bargeld zu digitalem Bezahlen beschleunigt hat. Die Umfrage umfasste eine Stichprobe von 3.500 Bürgern in 12 europäischen Ländern. In 10 Ländern ist der Prozentsatz derjenigen, die lieber in bar bezahlen, von 43% auf 36% gefallen. Nur in zwei Ländern wird Bargeld immer noch der Zahlung per Karte oder App vorgezogen. Dies sind natürlich Österreich und Deutschland, wo der Prozentsatz derjenigen, die den Zahlungsvorgang mit traditionellem Papiergeld bevorzugen, 57% bzw. 56% beträgt. Selbst in den beiden deutschsprachigen Ländern ist jedoch ein leichter Rückgang des Bargeldes zu verzeichnen, das im vergangenen Jahr noch eine Präferenz von 60% erreichte. Am Ende der Rangliste steht Schweden, wo nur 15% der Bevölkerung lieber in bar bezahlen. Der Autor der Studie, Andreas Pratz, wies darauf hin, dass die Verbraucher, die sensibler bezüglich der korrekten Verwendung ihrer personenbezogenen Daten sind, weiterhin Widerstand leisten. Aber in Anbetracht einer respektvollen Behandlung könnten Banken und Apps ihren Markt wirklich erweitern, indem sie etwa Rabatte und Sonderangebote anbieten, wenn mit Karte oder Smartphone bezahlt wird, und nicht nur zusätzliche Provisionskosten.

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Immobilienverrentung: Was ist das und wie funktioniert es?

Verfasst am 14.09.2020

In einer Zukunft, in der nicht nur die gesetzliche, sondern auch die Zusatzrente möglicherweise nicht ausreichen, um den gleichen Lebensstandard wie im erwerbsfähigen Alter aufrechtzuerhalten, müssen neue Lösungen gefunden werden. Für diejenigen, die eine Immobilie besitzen, gibt es eine interessante Möglichkeit abzuwägen: die Verrentung des Eigenheims. Wie funktioniert das? Ein Hausbesitzer kann seine Immobilie im Voraus verkaufen und einen speziellen Vertrag mit dem Käufer abschließen. Im Vertrag wird er eine spezielle Bedingung festlegen: Er wird weiterhin in dem verkauften Haus bis zu seinem Lebensende wohnen bleiben. Es gibt verschiedene Lösungen, um eine derartige Vereinbarung abzuschließen und sie betreffen für gewöhnlich den Zeitpunkt der Zahlungen. Es ist möglich, sich die Immobilie vollständig bezahlen zu lassen und dann Mieter des neuen Eigentümers zu werden. Eine Alternative ist es, einen Betrag zu erhalten, der dem Wert der Immobilie entspricht, abzüglich der Mietkosten, die der Mieter (oder die Mieter) aufgrund der Lebensaussichten zu tragen haben werden. Die letzte und am weitesten verbreitete Möglichkeit ist die, dass derjenige, der das Haus verkauft, bezahlt wird, als wäre es eine Rate, mit einem konstanten monatlichen Betrag. Die letzte Lösung ist diejenige, die dazu führt, dass man überhaupt von einer Immobilienverrentung spricht. Der Aspekt, auf den es an dieser Stelle zweifellos am meisten zu achten gilt, ist die finanzielle Solidität des Käufers, der auch ein Immobilienunternehmen sein kann. Aber noch wichtiger zum eigenen Schutz ist es selbstverständlich, alle Vertragsklauseln bei Unterzeichnung dieses vorgezogenen Verkaufs sorgfältig zu prüfen.

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