Finanzforum: Die Technologie steht den Finanzberatern zur Seite und ist nicht gegen sie

Die Technologie steht den Finanzberatern zur Seite und ist nicht gegen sie

Verfasst von MoneyController am 24.03.2020
Themenkategorie Finanzberatung

Technologische Veränderungen sind sehr oft unvermeidlich. Laut dem „Job Report“ des Word Economic Forum müssen 54% der Gesamtzahl der Beschäftigten geschult oder umgeschult werden, um mit dem technologischen Wandel Schritt zu halten. In der Finanzwelt wird die Grenze der Innovation von Fitech vertreten. In der Welt der Finanzberatung spricht man jedoch von Robo-Beratern (Robo Avisors). Die Fintech-Technologien reichen von Methoden zur Geldsicherung bis zur Entwicklung schnellerer und ausgefeilterer Transaktionsformen. Robo-Beratung (Robo Advisoring) hingegen ist eine automatisierte Form der Vermögensverwaltung, die beginnt, wenn die Anleger beschließen, dem Software Kapital anzuvertrauen und Verwaltungsparameter wie Risiko und Rendite festzulegen. Derzeit (nach Angaben des Beratungsunternehmens Oliver Wyman) werden in Deutschland von diesen Robotern eigenständig 5 Milliarden Euro verwaltet. Ist es möglich, dass die automatisierte Verwaltung der Vermögenswerte, die Robo-Beratung, es schafft, den  Finanzberaters zu einer überholten Figur  zu machen? Schwierig!


Kurzfristig ist es sehr unwahrscheinlich, dass Roboter, von denen einige ausreichend zuverlässig waren, andere bedeutend weniger (wie der Stresstest der letzten Wochen belegt), Finanzberater ersetzen können. Einige Fintech-Experten in Deutschland, wie Jochen Werne, von der Süddeutschen Zeitung interviewt, haben erklärt, dass es immer jemanden geben wird, der wirklich verstehen kann, was Roboter tun. Das Management von Robotern erfordert eine starke technologische und finanzielle Kompetenz. Dazu gehört auch – nicht zu vergessen – die Einhaltung der, von einem starkregulierten Bereich wie dem Finanzsektor, auferlegten Regeln. Laut Werne ist es daher wahrscheinlicher, dass die Berater lernen müssen, diese Tools immer besser einzusetzen und das wird ihnen zugute kommen. Anstatt einen Großteil ihrer Zeit für Berechnungen, die Strukturierung von Portfolios oder Risikomodellen zu verwenden, können die Berater mehr Zeit für die Beziehung zu ihren Kunden aufwenden und so ihr Vertrauensverhältnis zwischen ihnen und den Anlegern stärken, was einen echten Mehrwert für die menschliche Komponente darstellt.

 

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