Ein Wochenende des Horrors für Kryptos

Kryptowährungen

Verfasst von MoneyController am 07.12.2021

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Die Redaktion der „tagesschau“ hatte sicher nicht unrecht, als sie das vergangene Wochenende für Kryptowährungsanleger als ein Horror-Wochenende bezeichnete: Am Samstag verloren die großen Kryptowährungen plötzlich an Wert, um sich in den folgenden Tagen wieder zu erholen, wenn auch nur teilweise.

Der Krypto-Crash vom Wochenende

Bitcoin fiel zeitweise deutlich unter 50.000 Dollar. Ether, der jetzt wieder auf 4.000 Dollar zurückgekehrt ist, berührte die 3.300 Dollar-Schwelle. Cardano, bei dem es so aussah, als würde er 3 Dollar erreichen, ist jetzt weniger als die Hälfte davon wert. Binance Coin, Ripple XRP und Tether haben ebenfalls an Boden verloren. Obwohl sich die Kryptowährungen bereits am Sonntag und mit der Wiedereröffnung der Märkte am Montag langsam wieder erholten, war die zu verzeichnende Schwankung so beeindruckend, dass - wie auch auf „tagesschau.de“ zu lesen ist - diejenigen auf die Probe gestellt wurden, die behaupten, dass Kryptowährungen eine alternative Anlage zu Aktien und Anleihen seien, um die Inflation zu bekämpfen, und noch mehr, dass sie „sichere Häfen“ für Investitionen seien.

Mögliche Gründe für eine so starke Schwankung

Es ist schwierig, mit Sicherheit zu sagen, welche Gründe zu einem solchen Ausschlag geführt haben. Einige Experten, so ist in der „tagesschau“ zu lesen, vermuten, dass es sich um Druck in den Marktsegmenten mit geringer Liquidität gehandelt haben könnte. Mit anderen Worten: Dem Angebot an Kryptowährungen stand nicht genügend Liquidität für Ankäufe gegenüber, und der Preis der zu handelnden Vermögenswerte sank daher automatisch. Es gibt sogar Stimmen, die glauben, dass es sich um eine Woge der Unsicherheit gehandelt haben könnte, die durch die wenig beruhigenden Nachrichten des chinesischen Riesen Evergrande ausgelöst wurde, dessen unerfreulichen Umstände bereits bekannt sind und der den gesamten chinesischen Immobilienmarkt zu gefährden drohe. Zu diesen Bedenken kämen noch die der Inflation und der Omicron-Variante hinzu.

Das Schreckgespenst (aber auch die Chance) der neuen Marktregulierung

Es gibt jedoch noch einen viel konkreteren Grund, wie der Analyst Timo Emden von Emden Research gegenüber der „tagesschau“ berichtet: Für Mittwoch wurden die Führungskräfte von acht großen Kryptowährungs-Unternehmen vor einen Ausschuss des US-Repräsentantenhauses geladen. Es scheint, dass neue, strengere Vorschriften in der Luft liegen, und eben diese Tatsache beunruhigt die gesamte Branche. Neue Regulierungen könnten durchaus zu einem drastischen Preisverfall führen. Es darf aber nicht vergessen werden, dass große Unternehmen wie Adidas, Facebook und Visa sich bereits für einen gewissen Einsatz von Kryptowährungen geöffnet haben. Neue Regulierungen könnten neue Chancen bedeuten, also Kreditmöglichkeiten (im Sinne von Vertrauen) seitens neuer Unternehmen.

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