Immobilien in China, ein weiterer Liquidationsantrag: Diesmal ist die Shimao Group an der Reihe

Thema: Immobilien

Verfasst von MoneyController am 10.04.2024

Das Bild des chinesischen Immobilienmarktes wird noch komplizierter: Für einen weiteren großen Marktteilnehmer wurde ein Liquidationsantrag gestellt.

China Construction Bank beantragt Liquidation der Shimao-Gruppe

Die Krise auf dem chinesischen Immobilienmarkt geht weiter. Nach Evergrande und Country Garden hat es nun auch die Shimao Group erwischt. Kein Geringerer als die staatlich kontrollierte chinesische China Construction Bank hat in Hongkong die Liquidation von Shimao beantragt. Wie die Nachrichtenagentur Reuters in einem Artikel von Scott Murdoch berichtet, wird der Antrag damit begründet, dass das Immobilienunternehmen Schulden in Höhe von mehr als 200 Millionen US-Dollar nicht zurückgezahlt habe.

Der Aktienmarkt, der Restrukturierungsplan, der Ausfall einer milliardenschweren Anleihe

Die Folge dieser gerichtlichen Schritte war ein schwerer Schlag für die Aktien an der Börse, die um fast 19 % fielen. Das Unternehmen kündigte einen Umstrukturierungsplan an, der die Offshore-Verbindlichkeiten in Höhe von 11,2 Milliarden Dollar um etwa 60 % reduzieren sollte. An dieser Stelle sollte jedoch hinzugefügt werden, dass Shimao nicht in der Lage war, eine Anleihe in Höhe von 1 Milliarde Dollar plus Zinsen im Juli 2022 zurückzuzahlen. Leonard Law, Senior Credit Analyst bei Lucror Analytics, ist der Ansicht, dass die Strategie derjenigen, die in Shimao investiert haben, nun darin bestehen wird, so viel wie möglich herauszuholen.

Fitch korrigiert Ausblick für chinesische Schulden

Der chinesische Immobilienmarkt ist in eine Krise geraten, die sich aufgrund ihres Ausmaßes auf die gesamte chinesische Wirtschaft auswirkt. Vor diesem Hintergrund hat Fitch den Ausblick für chinesische Anleihen von stabil auf negativ gesenkt. Wie Marco Sabella im "Corriere della Sera" schreibt, hat dies jedoch nicht zu einer Herabstufung der Staatsschulden geführt, die weiterhin mit A+ bewertet werden. Fitch hat das Wirtschaftswachstum Chinas in diesem Jahr erneut herabgestuft, erwartet aber immer noch 4,5 Prozent.

Die Schwäche des Immobiliensektors und die Stärken der chinesischen Wirtschaft

Laut einem Artikel von Evelyn Cheng auf CNBC, der einige interessante Kommentare von Richard Koo, dem Chefvolkswirt von Nomura, wiedergibt, spricht die chinesische Regierung eher von einer "Anpassungsphase" auf dem Immobilienmarkt als von einer Krise und betont stattdessen die derzeitigen Stärken der chinesischen Wirtschaft, nämlich die Produktion von Elektrofahrzeugen und die verarbeitende Industrie.

Siehe auch

Noch mehr Ärger für chinesische Immobilien: Verkaufszahlen von Country Garden brechen ein und Aktien werden vom Handel ausgesetzt

China: Reichen die Maßnahmen der Regierung aus, um die Märkte zu überzeugen?

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