Noch mehr Ärger für chinesische Immobilien: Verkaufszahlen von Country Garden brechen ein und Aktien werden vom Handel ausgesetzt

Thema: Immobilien

Verfasst von MoneyController am 03.04.2024

Die Krise auf dem chinesischen Immobilienmarkt geht weiter: Nach der Evergrande-Krise befindet sich nun auch die Country Garden Holdings-Gruppe in einer sehr schwierigen Situation.

Umsatz von Country Garden Holdings bricht ein, Aktie wird vom Handel ausgesetzt

Country Garden Holdings, ein großer chinesischer Immobilienkonzern, meldete im März einen Umsatzrückgang von 83 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 'Nikkei Asia' berichtet, dass ähnliche Zahlen bereits im Januar und Februar dieses Jahres verzeichnet wurden, was einen immer gravierenderen Negativtrend bestätigt. Die Jahreszahlen konnte das Unternehmen im Gegensatz zu den Monatszahlen noch nicht vorlegen, weshalb der Handel mit der Aktie an der Hongkonger Börse ausgesetzt wurde.

Ausfallrisiko droht

Country Garden Holdings ist zudem mit einer Mitte März fälligen Anleihe über 96 Millionen Yuan (rund 13 Millionen US-Dollar) in Verzug geraten. 30 Tage nach dem Fälligkeitsdatum läuft Country Garden Holdings Gefahr, als zahlungsunfähig eingestuft zu werden. Das Unternehmen war bereits im Oktober in Zahlungsverzug geraten (gemäß der Definition der internationalen Finanzinstitutionen, wie der 'Nikkei Asia' berichtete), als die Immobiliengesellschaft den Kupon einer Anleihe nicht bezahlt hatte.

Ein früherer Kreditausfall

Die Immobiliengesellschaft wird auch vor dem High Court in Hongkong erscheinen müssen, der von einem Offshore-Gläubiger aufgefordert wurde, Country Garden Holdings wegen Nichtzahlung eines Darlehens - zuzüglich Zinsen - in Höhe von etwa 204 Millionen Dollar zu verklagen (die erste Anhörung, so Nikkei Asia weiter, ist für den 17. Mai angesetzt).

Drei Jahre gigantischer Kapitalabflüsse von den Börsen in China und Hongkong

Dieses Ereignis ist Teil einer allgemeineren Periode von Schwierigkeiten für die chinesischen und Hongkonger Finanzmärkte. Wie Shreyashi Sanyal auf 'CNBC' unter Berufung auf Daten von HSBC schreibt, belaufen sich die Abflüsse aus den Börsen von China und Hongkong seit 2021 auf 4,8 Billionen US-Dollar, was mehr ist als der Wert des gesamten indischen Aktienmarktes.

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