Fondsanlage: Besser Bank, Vermögensverwalter oder ETF-Anbieter?

Thema: Finanzprodukte

Verfasst von MoneyController am 09.11.2023

Viele Anleger stehen vor der Wahl zwischen einer Vielzahl von Finanzprodukten, wie z.B. Investmentfonds. Diese Wahl beinhaltet auch die Entscheidung, ob es besser ist, sich an eine Bank, einen Vermögensverwalter oder einen ETF-Anbieter zu wenden.

ETFs schlagen auch Finanzprodukte, die als 'risikoreicher' bezeichnet werden

Dabei handelt es sich häufig um Fonds oder Finanzprodukte, die als risikoreich und renditeorientiert bezeichnet werden. In Wirklichkeit ist es gar nicht so ungewöhnlich, dass ihre Wertentwicklung hinter der von Indexfonds, also ETFs, die einen Marktindex nachbilden, zurückbleibt. Dies schreiben Charlotte Gifford und Lauren Almeida im 'Telegraph', die beispielsweise einige als 'risikoreicher' bezeichnete Bankfonds verglichen haben, deren Performance jedoch unter der von Aktienmarkt-ETFs lag (als Vergleichsmaßstab nennen Gifford und Almeida den Fidelity Index World).

Multi-Asset-Fonds sind in der Regel weniger riskant als reine Aktienfonds

Warum erzielen diese Fonds geringere Renditen als ETFs, die Aktienmarktindizes abbilden? Das liegt zum einen an den Gebühren, zum anderen aber auch daran, dass es sich um Fonds handelt, die einen Teil ihres Kapitals in Bargeld und Anleihen investieren. Gifford und Almeida zitieren in diesem Zusammenhang den Charles-Stanley-Vermögensverwalter Rob Morgan, der erklärt, dass ein Multi-Asset-Fonds weniger riskant sei als ein reiner Aktienfonds.

Kosten und Auswahl

Einer der größten Vorteile passiver Fonds sind die im Vergleich zu gemanagten Fonds deutlich niedrigeren Gebühren. Generell weisen Gifford und Almeida aber - auch unter Berufung auf die Meinung anderer Experten - darauf hin, dass der direkte Gang zu einem Finanzproduktanbieter aus zwei Gründen eine bessere Lösung sein kann als der Kauf von Finanzprodukten bei der eigenen Bank: a) man hat Zugang zu einer größeren Produktpalette, b) die Provisionskosten sind oft niedriger.

Gründe für Bankprodukte

Gifford und Almeida zitieren auch die Meinung von Holly Mackay von Boring Money. Mackay erklärt, dass Banken in der Regel eine kleinere und weniger ausgefeilte Palette von Finanzprodukten anbieten als andere Akteure. Es stimmt aber auch, so Mackay, dass Banken einen bequemen Zugang über Online-Banking bieten und dass Sicherheit und Kontrolle streng sind.

Siehe auch

Investmentfonds - Was ist das?

Was ist eine Asset Management Company?

Was sind ETFs und wie funktionieren sie?

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