Die Zusammenarbeit zwischen der EU und Südamerika: die Folgen für Investoren

Finanzmärkte / Wirtschaft

Verfasst von MoneyController am 18.12.2024

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Nach einem Vierteljahrhundert der Verhandlungen scheint das Abkommen zwischen der EU und Mercosur (Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay) zustande zu kommen: Doch worum handelt es sich dabei und was sind die möglichen Folgen für Europa?

Wer profitiert von dem EU-Mercosur-Abkommen?

Das Abkommen zwischen der EU und den südamerikanischen Mercosur-Ländern würde eine Liberalisierung des Handels und eine Senkung der Handelszölle mit sich bringen. Im Gegensatz zum aktuellen internationalen Klima und den Wahlkampfversprechen von Donald Trump. Wie Simone Matteis in „Linkiesta“ schreibt, würden die jeweils stärksten Exportbranchen profitieren: aus Sicht der Europäer die Automobil-, Technologie-, Textil- und Weinindustrie; aus Sicht der Südamerikaner die Agrar- und Ernährungsindustrie sowie die Rohstoffproduzenten.  

Die kritischen Fragen der Umweltschützer und der Agrar- und Ernährungsindustrie

Für Stefano Feltri, der diese Nachricht in der Wochenzeitung „Internazionale“ kommentierte, handelt es sich eher um eine geopolitische als um eine wirtschaftliche Entscheidung: Einerseits würde sie sich auf das europäische BIP in Höhe von 0,2 bis 0,3 % auswirken, andererseits würde sie die Amazonasgebiete (eine der wichtigsten grünen Lungen des Planeten) einer noch intensiveren Landausbeutung aussetzen; in diesem Sinne hat die EU jedoch erklärt, dass sie die Verordnung gegen die Abholzung 2023 durchsetzen will. Natürlich, schreibt Matteis in 'Linkiesta', gibt es auch das Problem der Lebensmittelstandards. Obwohl die EU-Kommission verkündet hat, dass diese Qualitätskriterien auch für importierte Produkte gelten werden, fürchten die europäischen Agrar- und Lebensmittelproduzenten immer noch das Ende der Zollschranken.

Die internationalen politischen Gründe für das Abkommen

In der Wochenzeitschrift Internazionale“ fasst Feltri das geopolitische Ziel der EU in zwei Punkten zusammen: der Anziehungskraft, die China auf diese Märkte ausübt, entgegenzuwirken (und sie zumindest ein wenig an sich zu ziehen) und eine Lieferkette (einschließlich seltener Erden) zu stärken, die durch den Handelskrieg zwischen China und den Vereinigten Staaten bedroht ist. Diese Maßnahme muss im Übrigen von einer qualifizierten Mehrheit im Europäischen Rat der Mitgliedstaaten gebilligt werden; derzeit sind Frankreich und Polen die größten Gegner.

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