Tesla: Für das Unternehmen von Elon Musk geht das Jahr an der Börse sehr schlecht weiter

Thema: Finanzmärkte / Wirtschaft

Verfasst von MoneyController am 03.04.2024

Für Tesla war der gestrige Börsentag (2. April) nach der Veröffentlichung einiger Verkaufszahlen für das erste Quartal dieses Jahres kein leichter Tag.

Schlechter Börsentag für Tesla nach Veröffentlichung der Verkaufszahlen für Q1 2024

Im Laufe des gestrigen Tages verlor die Aktie von Tesla 4,9 Prozent an Wert. Diese Abwärtskorrektur an den Märkten erklärt sich vor allem durch die Verkaufszahlen für das erste Quartal 2024: Die Zahl der ausgelieferten Autos lag bei etwas mehr als 386.000, verglichen mit den erwarteten 449.000, wie Pras Subramanian auf "yahoo!finance" unter Berufung auf Daten von Bloomberg berichtet; diese 386.000 ausgelieferten Autos liegen sowohl unter der Zahl der ausgelieferten Autos im letzten Quartal 2023 (484.000) als auch unter der Zahl der ausgelieferten Autos im ersten Quartal 2023 (423.000).

Starke Korrektur seit Jahresbeginn

Seit Jahresbeginn ist der Aktienwert von Elon Musks Unternehmen um fast 33 Prozent gefallen. Wie Francesco Bertolino im 'Corriere della Sera' schreibt, bedeutet dies einen Verlust von rund 200 Milliarden an Marktkapitalisierung. Bertolino zufolge lässt sich ein so starker Rückgang seit Jahresbeginn nicht nur mit einigen aktuellen Schwierigkeiten bei Tesla erklären, wie dem Brand in der deutschen Gigafactory und den Problemen mit dem kommerziellen Transport im Roten Meer: Es geht darum, dass das Unternehmen von Elon Musk seine Investoren bisher an ein fast kontinuierliches Umsatzwachstum gewöhnt hatte, während diese Umsätze nun einen deutlichen Rückgang verzeichnen.

Nicht nur Engpässe: das Nachfrageproblem

In Subramanians Artikel wird auch berichtet, dass Emmanuel Rosner von der Deutschen Bank schreibt, dass Teslas Problem neben den Engpässen noch gravierender sein könnte, und zwar in dem Sinne, dass es die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen betreffen könnte. Einerseits könnte dies dazu führen, dass Musks Unternehmen nach den jüngsten Preiserhöhungen sowohl in China als auch in den USA einen Rückzieher macht. Andererseits scheint der Markt für Elektroautos nicht zu wachsen, insbesondere in China (Teslas zweitgrößter Markt nach den USA): Wie Bertolino betont, verzeichnete BYD (Build Your Dream), Teslas Konkurrent in China, zwischen dem vierten Quartal 2023 und dem ersten Quartal 2024 einen Absatzrückgang von 42 Prozent.

Musks ehrgeizige Strategie zur Wiederbelebung des Unternehmens

Tatsache sei, so Bertolino, dass Elon Musk bereits für dieses Jahr eine Verlangsamung der Verkäufe angekündigt habe. Grund dafür seien die neuen Aktivitäten seines Unternehmens: erstens die Einführung von Cyber Trucks und zweitens die Produktion von günstigen Elektroautos mit dem Ziel, 2025 zwanzig Millionen Verkäufe zu erreichen.

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