Inflation wieder ein Problem für die EU?

Finanzmärkte / Wirtschaft

Verfasst von MoneyController am 31.05.2024

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Die jüngsten Inflationsdaten deuten auf eine leichte Beschleunigung des Preiswachstums hin: Stellen diese neuen Daten den Kurs der europäischen Geldpolitik in Frage?

Inflation in Deutschland beschleunigt sich wieder leicht

Das Statistische Bundesamt hat einen leichten Anstieg der Inflation in Deutschland festgestellt: von 2,2% im April auf 2,4% im Mai. Wie Christian Siedenbiedel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) schreibt, hat diese Zahl die Aufmerksamkeit vieler Beobachter auf sich gezogen. Der Grund dafür ist, dass die Europäische Zentralbank (EZB) deutlich gemacht hat, dass ihre Geldpolitik auf der Analyse der Inflationsdaten beruht.

Es bleibt jedoch schwer zu glauben, dass diese Daten den Zinspfad der EZB ändern könnten. In diesem Zusammenhang berichtet die FAZ Siedenbiedel über einige Bemerkungen von Holger Schmieding, Chefvolkswirt der Berenberg Bank, der darauf hinweist, dass es sich um einen statistischen Basiseffekt handelt. Er fügt außerdem hinzu, dass diese Daten die erste Zinssenkung der EZB im Juni nicht verhindern sollten.

Werden die neuen Daten den Kurs der Zinssätze ändern?

Und für den Rest von Europa? Im April lag die Inflation in der Eurozone bei 2,4 %. Einem Artikel von Sara Silano auf Morningstar.it zufolge hält der von FactSet gemessene Konsens einen leichten Anstieg der Inflation auf 2,5 % für wahrscheinlich. Michael Field, europäischer Marktstratege bei Morningstar, ist der Ansicht, dass diese Daten die Anleger nicht beunruhigen sollten.

Die Gründe, warum sich die Anleger keine Sorgen machen sollten, liegen laut Field nicht nur darin, dass es nicht überraschend ist, dass der Rückgang der Inflation möglicherweise nicht linear verläuft, sondern auch darin, dass die Kerninflation voraussichtlich auf dem Niveau des Vormonats bleiben wird. Schließlich weist Field darauf hin, dass die Inflation in der Eurozone die niedrigste in den fortgeschrittenen westlichen Volkswirtschaften ist: ein Grund mehr zu glauben (neun von zehn befragten Ökonomen glauben dies), dass diese und andere kleine Abweichungen die Entscheidungen der EZB im Juni nicht beeinflussen werden.

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