Fokus China: Von Warren Buffetts Schachzügen auf dem Immobilienmarkt bis zum Hunger nach ausländischen Investitionen

Finanzmärkte / Wirtschaft

Verfasst von MoneyController am 18.06.2024

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Aktuelles aus China: von Warren Buffetts kleiner Umschichtung in seinem Portfolio über die Bedürfnisse der Anleger bis hin zur aktuellen Situation auf dem Immobilienmarkt.

Buffett und BYD-Beteiligungen

Warren Buffett hat das Engagement seines Portfolios (Berkshire Hathaway) in dem Automobilunternehmen BYD leicht reduziert: Die Beteiligung sank von 7 Prozent auf 6,9 Prozent, d.h. eine Veräußerung von knapp 40 Millionen USD. BYD hat sich zu einem der führenden Hersteller von Elektroautos entwickelt. Wie Yun Li auf 'CNBC' schreibt, hat BYD Tesla als größten Elektroautohersteller überholt. Das chinesische Unternehmen war vor allem durch den Willen des ehemaligen Vizepräsidenten Charlie Munger in das Portfolio von Berkshire Hathaway aufgenommen worden.

Die Notwendigkeit eines Auslandsengagements für reiche Chinesen

In der Zwischenzeit ist es interessant, worauf Reuters in einem Artikel von Xie Yu hinweist: Die Nachfrage nach Investitionen in Hongkong durch wohlhabende Chinesen wächst, um ihr Vermögen zu schützen. Wie Maggie Ng, die Leiterin der Abteilung Wealth and Personal Banking bei HSBC in Hongkong, Yu erklärt, gibt es 45 Millionen wohlhabende chinesische Kunden, die neben der Bildung auch ein internationales Engagement für ihre Investitionen und ihren Schutz wünschen.

Pekinger Regierungsmaßnahmen helfen vor allem Immobilien in Großstädten

Ebenfalls in Reuters findet sich ein Artikel von Liangping Gao und Marius Zaharia über den chinesischen Immobilienmarkt. Insbesondere scheinen die von Peking eingeleiteten Unterstützungsmaßnahmen vor allem in Großstädten wirksam zu sein, während sie in kleineren Zentren weniger wirksam sind. Einerseits hat die chinesische Regierung die Mindestfinanzierungskosten für den Kauf eines Hauses weiter gesenkt. Andererseits hat sie es den lokalen Behörden ermöglicht, Häuser für den sozialen Wohnungsbau zu erwerben.

Das strukturelle und langfristige Problem der kleineren Städte

Die Situation auf dem chinesischen Immobilienmarkt hat sich zwar in Städten wie Peking und Shanghai verbessert, ist aber immer noch kritisch: Wie Liangping Gao und Marius Zaharia, Zhang Zhiwei, Chefökonom bei Pinpoint Asset Management, in ihrem Artikel berichten, ist das Problem des Überangebots an Häusern in kleinen chinesischen Städten ein langfristiges strukturelles Problem, das derzeit nur schwer zu lösen ist.

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