Geld sparen mit Geldmarkt-ETFs

Thema: ETF

Verfasst von MoneyController am 18.10.2023

Nicht alle Finanzexperten sind sich einig, dass die sicherste Form des Sparens die Anlage auf einem Bankkonto ist. Gerd Kommer, Gründer und Geschäftsführer des Vermögensverwalters Gerd Kommer Invest, und Daniel Kanzler, Investmentchef bei Gerd Kommer Capital und Finanzberater bei Gerd Kommer Invest, haben sich in einem langen und interessanten Artikel auf dem Portal "Das Investment" mit diesem Thema auseinandergesetzt.

Stabilität des Bankensystems keine Selbstverständlichkeit

Die erste Überlegung von Kommer und Kanzler ist, dass Sparer in bestimmten Situationen dazu neigen, sich zu sehr auf die Stabilität der Banken zu verlassen. Nicht nur das Risiko von Bank-Runs sei gestiegen, auch durch die sozialen Netzwerke, wie Bundesbank-Vorstand Joachim Nagel kürzlich sagte.

Einlagensicherung, aber das Risiko lässt sich nicht ganz ausschalten

Hinzu kommt, dass wer in Banken investiert, zwar Garantien genießt (z.B. die Einlagensicherung bis 100.000 Euro), aber selbst dann nicht völlig vor dem Risiko einer Insolvenz (bzw. dem Gegenparteirisiko) gefeit ist: Auch wenn dieses Szenario glücklicherweise in weiter Ferne liegt, könnten die Staaten das Bankensystem nicht vollständig retten.

Was wäre, wenn das deutsche Bankensystem zusammenbrechen würde? Ein Beispiel 

Als Beispiel führen die beiden Experten Deutschland an: Das Gesamtvolumen der Bankeinlagen beträgt 3.100 Milliarden Euro, während der Staatshaushalt (der natürlich zu einem sehr großen Teil für die Führung der Staatsgeschäfte gebunden ist) 2.000 Milliarden Euro erreicht.

Aktive Fonds und Geldmarkt-ETFs

Doch wo gibt es eine sinnvolle Alternative zu Banksparprodukten? Kommer und Kanzler verweisen in diesem Zusammenhang auf Geldmarktfonds, die zwar Verwaltungskosten zwischen 0,05 Prozent (bei ETFs) und 0,4 Prozent haben, aber beispielsweise im Vergleich zu Tagesgeldkonten eine höhere jährliche Rendite zwischen 0,3 Prozent und 1 Prozent - nach Kosten - bieten. Gerade wegen der niedrigen Kosten sind die beiden Manager der Meinung, dass Geldmarkt-ETFs die beste Lösung sein können.

Risiken von Geldmarktfonds

Natürlich sind auch Geldmarktfonds mit Anlagerisiken verbunden: So bieten sie niedrige Renditen, die oft unter der Inflationsrate liegen und damit die Renditechancen der Anleger begrenzen; außerdem sind sie dem Zinsänderungsrisiko und dem Bonitätsrisiko der Emittenten der Anlagen, in die sie investieren, ausgesetzt.  

Siehe auch

Investieren in ETFs: Was sind die Vor- und Nachteile?

Investmentfonds: einfach und diversifiziert anlegen

Mit sicheren Anlagen (fast) ohne Risiko verdienen

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