Fonds in der Krise, aber Diversifizierung bleibt wichtig

Anlagen

Verfasst von MoneyController am 28.07.2022

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Schwierige Zeiten für Anleger auf den Finanzmärkten. Die Krise bei den Finanztiteln scheint allgemein zu sein, und es gibt keine Anzeichen dafür, dass sie seit Anfang dieses Jahres 2022 aufhört. Wie Valerio Baselli in seinem Kommentar zu den von Morningstar erhobenen Daten hervorhebt, ist jedoch im vergangenen Jahr ein interessantes Phänomen zu beobachten gewesen: eine Veränderung des Diversifizierungsgrades zwischen den verschiedenen Anlageklassen.

Baisse-Märkte, Diversifizierung und Korrelation zwischen Anlageklassen

Baissephasen an den Märkten sind ein bekanntes Phänomen für Finanzinvestoren. Dennoch können sie sich als besonders schädlich für Portfolios erweisen. Eine Strategie zur Schadensbegrenzung ist die Diversifizierung der Anlagen. Diese Strategie hat sich in letzter Zeit als schwieriger erwiesen als bisher angenommen. Viele Anlageklassen haben ein unerwartetes Maß an Korrelation gezeigt. Neue Daten von Morningstar zeigen jedoch, dass viele dieser Anlageklassen in den letzten 12 Monaten wieder weniger miteinander korreliert haben. Unter diesem Gesichtspunkt kann dies ein Vorteil für diejenigen sein, die eine Rückkehr zu traditionelleren Diversifizierungsstrategien planen.

Die Korrelation zwischen den Anlageklassen hat abgenommen

Wie Baselli erklärt, kann der Erfolg eines Portfolios nicht allein auf der Performance beruhen. Ein weiterer Indikator für die Effizienz einer Investition ist, wie er schreibt, "das Gleichgewicht zwischen Risiko und Ertrag". Dieses Gleichgewicht findet in der Diversifizierung eines seiner wichtigsten Instrumente. Die von Morningstar festgestellte geringere Korrelation zwischen Aktien und Anleihen, aber auch zwischen verschiedenen Anlageklassen, ist, wie erwähnt, ein Vorteil. Der unterschiedliche Zeitpunkt der Geldpolitik der Federal Reserve und der EZB hat beispielsweise zu einer Dekorrelation zwischen Dollar- und Euro-Anleihen geführt. Gleichzeitig haben sich auch die Schwellenländer, Lateinamerika und der asiatisch-pazifische Raum (ohne Japan), von den entwickelten Märkten entfernt.

Dekorrelation begünstigt Diversifizierung

Auch die Korrelation zwischen Aktien und Anleihen ist im Allgemeinen zurückgegangen (Morningstar-Vergleich der 13 wichtigsten Ein-, Drei- und Fünfjahreskategorien). Es sei noch einmal darauf hingewiesen, dass die Berechnung des Korrelationsgrades zwischen den Anlageklassen eine der wichtigsten Maßnahmen zur Diversifizierung ist. Anlageklassen, die scheinbar weit voneinander entfernt sind, aber ein hohes Maß an Korrelation aufweisen, spielen in einem Portfolio wahrscheinlich die gleiche Rolle.  

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