Unternehmensanleihen: Wo gibt es Chancen?

Anlagen

Verfasst von MoneyController am 20.12.2024

  • 734
  • 2
  • Folgen mir

Ein Manager gibt einen kurzen Überblick über das Anleihesegment aus der Sicht Europas.

Die Perspektive aus einem etwas unruhigen Europa

In einem von Sandra Riccio geführten Interview, das in „La Stampa“ erschien, analysierte Karsten Rosenkilde, Manager des Dws Invest Euro Corporate Bonds Fonds, die Situation der Unternehmensanleihen aus der Sicht der europäischen Anleger. In Europa mangelt es derzeit nicht an Schwierigkeiten: Frankreich und Deutschland befinden sich in einer Phase politischer Instabilität und wirtschaftlicher Schwierigkeiten; gleichzeitig gibt es Befürchtungen, dass Donald Trump tatsächlich erhebliche Zölle auf Importe aus Europa und insbesondere aus der Europäischen Union erheben könnte.

Die Solidität von Investment-Grade-Anleihen

Trotz dieses herausfordernden Szenarios hält Rosenkilde den Sektor der Investment-Grade-Unternehmensanleihen heute für solide (auf jede Herabstufung, so der Manager, kommen inzwischen drei Heraufstufungen). Selbst wenn sich die Rezession verschärfen sollte, wären die meisten Unternehmen immer noch in der Lage, ihre Schulden pünktlich zurückzuzahlen.   

Diversifizierung, Übergewichtung und Untergewichtung von Anlagen

Rosenkilde ist außerdem der Ansicht, dass Indizes für Euro-Anleihen mit Investment-Grade-Rating auch außerhalb der Eurozone eine Diversifizierung bieten können. Dies ist auf die Präsenz von Emittenten zurückzuführen, die in Ländern wie Skandinavien, aber auch in England, den USA, Australien und Japan ansässig sind. Im Hinblick auf die Anleihenstrategie seines Unternehmens sagt Rosenkilde, dass er Länder wie Irland, Italien, Spanien und Portugal übergewichtet, während er die zentraleren Regionen Europas untergewichtet.

Anteil der Unicredit an der Commerzbank steigt

Rosenkilde findet lobende Worte für einen Sektor wie den italienischen Bankensektor, der im Laufe der Jahre an Kapitalstärke und Rentabilität gewonnen hat. Inzwischen scheint sich auch auf der deutschen Seite der Unicredit etwas zu bewegen: Der Anteil der italienischen Bank an der Commerzbank hat sich nämlich von 21% auf 28% erhöht.

Lesen Sie auch:

Was sind Anleihen und wie funktionieren sie?

MEISTGELESENE ARTIKEL VON HEUTE

MEISTGELESENE ARTIKEL DER WOCHE

MEISTGELESENE ARTIKEL DES MONATS

MEISTGELESENE ARTIKEL DES FINANZFORUMS

Klassifikation anschauen